Team Berger Motorsport
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Pannoniaring Sondertermin: 15.August 2005 Michelin Power Day

Zusammen mit unserem Partner Michelin bieten wir unseren Michelin Kunden am Montag den 15.August 2005 (Feiertag) eine einmalige Gelegenheit die neuesten Michelin Reifen zu testen. Für nur Euro 300.- bieten wir ein "all inklusive" Paket das keine Wünsche offen läßt. Im Preis inkludiert sind: 1 Garnitur Michelin Motorradreifen (Typ und Dimension nach Wahl), die Reifenmontage, die Streckenbenützung und die Verpflegung im Restaurant!

Klicken Sie hier für das Anmeldeformular mit allen Details zum "Michelin Power Day" (PDF Datei)


Klicken Sie hier für den Zeitplan zum "Michelin Power Day" (PDF Datei)


RaceDays 2005

Klicken Sie hier für das Anmeldeformular 2005 (pdf)


Klicken Sie hier für den aktuellen Zeitplan(pdf)

Freie Fahrt für freie Bürger!
Die Race Days gehen in die 5. Saison. Viel hat sich geändert seit 2001 der erste Race Day über die Bühne ging. Aber das Grundkonzept ist gleich geblieben. Wir möchten Anfängern und Hobbyfahrern die Möglichkeit bieten bei geringst möglichem finanziellen und bürokratischen Aufwand die Rennstrecke mit all ihren Vorzügen zu benützen. Alle Details der Veranstaltungen werden diesem Grundsatz untergeordnet. So werden Preise und Papierkrieg klein gehalten, Instruktorgeführte Anfängertrainings auf gesperrter Strecke erleichtern Ringneulingen die ersten Runden, Profis und Semiprofis sind in fast allen Fällen von den Veranstaltungen ausgenommen und Rennen in 4 Klassen bilden den Höhepunkt des Tages bei jedem Termin. Hier die Details für die Saison 2005:
Die Strecke:
Alle Veranstaltungen finden am Pannoniaring statt. Es wird abwechselnd der Rechts- bzw. Linkskurs gefahren, beginnend mit dem Rechtskurs am 4. April.
Ein Sondertermin auf dem neuen Euroring bei Budapest wird derzeit verhandelt, alle Details dazu gehen sobald verfügbar online.

Die Termine:
Wie gewohnt jeder erste Montag im Monat, jeder zweite Termin ist eine Zweitagesveranstaltung (Mo. und Di.)

Mo. 4. April (Rechtskurs)
Mo./Di. 2./3. Mai (Mo. Linkskurs, Di. Rechtskurs)
Mo. 6. Juni (Linkskurs)
Mo./Di. 4./5. Juli (Mo. Rechtskurs, Di. Linkskurs)
Mo. 1. August (Rechtskurs)
Mo./Di. 5./6. September (Mo. Linkskurs, Di. Rechtskurs)
Mo. 3. Oktober (Linkskurs)



Die Preise:
€ 79.-/Tag bei Vorkasse bis 14 Tage vor dem jeweiligen Termin
€ 100.-/Tag an der Strecke (nur wenn noch Plätze frei sind)
€ 700.- Jahreskarte mit fix reserviertem Startplatz und fixer Startnummer
Die Rennteilnahme ist für alle Klassen gratis!

Das Anfängertraining:
Das Anfängertraining findet täglich um 9h statt. Dabei ist die Strecke für alle anderen Fahrer gesperrt. Unter Führung erfahrener Instruktoren wird unter Überholverbot in 2 Gruppen die Idealline erforscht aber auch das richtige Verhalten auf der Rennstrecke vermittelt.

Die Rennklassen:

Klasse -600ccm:
Eigenes Qualifying, Renndistanz 7 Runden. Zugelassen sind 3+4 Zylinder bis 600ccm sowie 1+2 Zylinder bis 750ccm. Außer dem Hubraum kein Tuninglimit, freie Reifenwahl.

Klasse +600ccm:
Eigenes Qualifying, Renndistanz 7 Runden. Zugelassen sind 3+4 Zylinder über 600ccm sowie 1+2 Zylinder über 750ccm. Kein Tuninglimit, freie Reifenwahl.



Klasse Naked Bike:
Eigenes Qualifying, Renndistanz 6 Runden. Zugelassen sind nur Naked Bikes die schon serienmäßig ein Naked Bike waren, im Zweifelsfall entscheidet der Veranstalter. Die Nakeds fahren ein Rennen das aber in zwei Klassen gewertet wird (mit jeweils eigener Jahreswertung) und zwar:

Naked Limited:
Für Vierzylinder -600ccm und Zweizylinder bis 750ccm. Außer dem Hubraum kein Tuninglimit, freie Reifenwahl. Hier sollen Anfänger auf Einsteigermotorrädern wie Hornet 600, SV 650 oder Fazer 600, ihre Chance auf den großen Pokal haben.

Naked Open:
Für alle Naked Bikes über 600 bzw. 750ccm (Tuono, S4R, Z 750/1000, Fazer 1000, Hornet 900, SV 1000, XJR, ZRX, X-11 usw., ohne Tuninglimit). Dies ist die einzige Klasse in der auch ehemalige Lizenzfahrer antreten dürfen. Achtung: Das Basismotorrad muß in jedem Fall ein Naked Bike gewesen sein. Supersportler ohne Verkleidung sind nicht zugelassen!



Allgemeines zu den Rennen:
Der Nennschluss für alle Klassen ist 12h. Jeder Teilnehmer muss dafür sorgen dass er einen Zeitnahmetransponder (erhältlich bei der Zeitnahme im ersten Stock bzw. in der Veranstalterbox) am Fahrzeug montiert hat. Ohne gezeitete Runde im Qualifying ist eine Rennteilnahme nur vom letzten Startplatz aus möglich. Für Frühstarts gibt es 30 Sekunden gratis. Naked Bike Rennen finden aus Sicherheitsgründen nur bei trockener Strecke statt, bei Regen werden die Naked Bike Rennen ersatzlos gestrichen. Der Sieger erhält 15 Punkte für die Jahreswertung, bis Platz 15 wird jeweils ein Punkt weniger vergeben. Für die ersten 3 jeder Klasse gibt es Pokale.

Der Zeitplan:
Der Zeitplan (täglich 5h freies Fahren) wurde nur geringfügig geändert. Klicken Sie hier für den Zeitplan 2005 (pdf)

Die Boxen:
Die Boxen können bereits am Vortag ab 18h bezogen werden. Vermietet werden die Boxen vom Pannoniaring direkt, Infos dazu im Büro im Turm 2. Stock oder unter 0036 95 394 300.

Die Anmeldung:
Erfolgt entweder Online (ab Februar möglich) oder telefonisch unter 02233 53611. Die Reservierung erfolgt erst ab Zahlungseingang. Kontonummer 102 750 115 bei der Raika Niederösterreich BLZ 32000 lautend auf Berger Motorsport Handels GmbH.



Der Reifendienst:
Bei allen Terminen ist ein Reifendienst vor Ort.

Transportmöglichkeit:
Für jene die nicht "auf Achse" mit dem Bike anreisen wollen bzw. jene deren Bike nach einem Hoppala für die Heimreise nicht mehr Fahrtauglich ist steht 2005 eine professionelle Transportmöglichkeit zur Verfügung. Infos bei Dejan Juric unter 0676 35 600 50.

Neue Website:
Ab Februar geht unsere neue Race Days Website mit allen News und Infos Online!





45 Minuten Video-Action gefällig? Das Race Days´04 Video ist ab sofort erhältlich. Für eine 3 min. Kostprobe klicken sie hier!
(15MB/wmv)

Senden Sie uns ein ausreichend frankiertes Rück-Kuvert (groß genug für eine DVD Hülle -wie bei bei einer Spielfilm DVD) und wir liefern so rasch als möglich eine Kopie!



Rückblick auf die Saison 2004:

Klicken Sie hier für die Jahreswertung aller Klassen 2004 (pdf)

Klicken Sie hier für die Performance Charts Klasse -600 (pdf)

Klicken Sie hier für die Performance Charts Klasse +600 (pdf)

Klicken Sie hier für die Performance Charts Klasse Naked Bike (pdf)



Klicken Sie hier für ein On-Board-Video einer 2:04er Runde am Pannoniaring
(6MB/wmv)



Termin 7: Montag 4.Oktober(Linkskurs)



Die Ausgangslage für das Finale der Race Days 2004 kann als perfekt bezeichnet werden. Ausverkauftes Haus, super Wetter, prall gefüllte Startfelder, Tabellenstände die Spannung bei den Rennen bereits vorab garantierten und Sachpreise im Wert von über 8.000.- Euro für die Siegerehrung - mehr kann man von einem Tag an der Rennstrecke wirklich nicht erwarten. Für Spannung bei den Rennen war wahrlich gesorgt. Bei den 600ern lagen Müllauer und Pokorny Punktegleich an der Tabellenspitze und mit nur 8 Punkten Rückstand lauerte Jungwirth auf einen Fehler der beiden Führenden. In der Klasse +600 war Krauslers ursprünglich schon recht gemütlicher 15 Punkte Vorsprung auf 7 Punkte zusammengeschmolzen und bei den Naked Bikes, wo der Meister bereits seit dem vorigen Lauf feststand, sorgten minimale Punkteabstände im Kampf um Platz 2 und Platz 4 für Stimmung im Publikum. Nach der üblichen Siegerehrung zu den einzelnen Rennen stand diesmal auch noch die Siegerehrung zu den Gesamtwertungen an - erstmals galt es Meister in drei Klassen zu küren. Und natürlich war da auch noch die Verlosung mit 3 Rollern als Hauptpreis…

Qualifying Klasse -600


36 Starter zogen in den Kampf um die Poleposition. Ein heftiger Abflug in Turn 1 zur Halbzeit des Qualifyings sorgte für einen Abbruch mit folgendem "Sprintqualifying" über nur noch 7 verbleibende Minuten. Zu wenig für manchen um rechtzeitig in Schuss zu kommen und eine halbwegs freie Runde zu erwischen. Alex Jungwirth (R6), einerseits Dauergast in der ersten Startreihe andererseits noch nie auf der Poleposition, checkte die Lage am besten und sicherte sich mit 2:08,8 die beste Startposition mit gleich 1,7 (!) Sek. Vorsprung auf den Zweitplatzierten Pokorny (ZX-6RR, frisch verheilt). Harald Fliesser (ZX-6) und Hans Müllauer (GSXR 600) schnappten sich die verbleibenden beiden Plätze in der ersten Reihe (nur 3 Zehntel zwischen Platz 2 und 4!). Helmut Pöchl, Peter Varga, Andi Pielmeier und Martin Fross teilten sich die zweite Reihe.


Rennen Klasse -600 (Linkskurs)



"Jetzt aber Schluss mit lustig!"
Für Müllauer und Pokorny war die Lage einfach und klar. Wer vor dem jeweils anderen ins Ziel kommt (egal auf welchem Platz) ist Meister. Nur falls man sich im Zweikampf zu einem "Supergau" - also Doppelausfall - hinreißen lassen würde wäre der Drittplatzierte Alex Jungwirth der Nutznießer. Müllauer, der sich letzte Woche mit einem sensationellem Rennen den Staatsmeistertitel -600 bei Champion-Racing in der vorletzten Kurve unter den Nagel riss, zeigte keine Anzeichen von Zufriedenheit. Er stellte von Haus aus klar das die Chance auf 2 Titel in einer Saison einfach zu verlockend sind um die Sache locker anzugehen. Alle Fahrer mit Chancen auf den Titel standen in der ersten Reihe, der Start könnte also bereits vorentscheidend sein - aber ausgerechnet der Start ist Müllauers einziger "schwacher Punkt"…


Und prompt startete Müllauer auch diesmal nicht "Meisterschaftsverdächtig". Während sich Pokorny und Jungwirth in den ersten beiden Kurven nach vorne drängten, versuchte Müllauer Eingangs Kurve 3 den schwachen Start zu egalisieren - was aber in einem heftigen Verbremser und dem Verlust weiterer Plätze endete. Pokorny sah seine Chance und forcierte sofort was das Zeug hergab und auch Jungwirth, Fliesser und Pöchl ließen sich nicht zweimal bitten. Müllauer erkannte das der Zug im abfahren war wenn er nicht sofort entsprechend reagierte. Bereits in Runde 2 war es dann so weit. In Kurve 1 machte Müllauer "Schluss mit lustig", nutze geschickt einen kleinen Fehler an der Spitze und bremste sich an der gesamten Führungsgruppe mit einem Schlag vorbei! Johlend quittierte das Publikum die Aktion, doch Müllauer hatten noch nicht genug. Er wollte auch noch ausreichend Meter zwischen sich und Pokorny bringen um nicht im Finale in eventuelle "last Chance Gemetzel" verwickelt zu werden. Er steigerte das Tempo Runde für Runde, und wehrte sich nach Leibeskräften gegen Pokorny. Pokorny seinerseits kämpfte mit einer nicht ganz geglückten Abstimmung, Vibrationen vermittelten ihm Kurveneingangs ein sehr indifferentes Gefühl zur aktuellen Lage und zwangen ihn speziell in schnellen Kurven zu gemäßigtem Tempo. Auf diese Chance hatte Jungwirth gewartet. Sofort schnappte er sich Pokorny und steigerte das Tempo so radikal das er zum bereits entwischten Müllauer wieder aufschloss und ihn nochmals unter Druck setzte. Hinter Pokorny wurde ein sehenswertes Gefecht um Platz 4 zwischen Fliesser und Pöchl, bzw. um Platz 6 zwischen Zehethofer und Varga geboten. In beiden Fällen differierten sowohl die Bestzeiten als auch die Abstände im Ziel nur um wenige Zehntel! An der Spitze setzte Jungwirth mir der schnellsten Runde des Rennens (2:07,47) noch ein Zeichen, aber Müllauer rettete 2,09 Sekunden Vorsprung und somit den Meistertitel souverän ins Ziel. Im Ziel tröstete ein überglücklicher Hans Müllauer seinen Boxenkollegen Arnold Pokorny der mit Platz 3 "nur" Vizemeister 2004 wurde - aber trotzdem guter Dinge war. Immerhin hatte er sich zu Saisonbeginn das Ziel gesetzt "nur einmal auch am Stockerl stehen zu dürfen", und sorgte schlussendlich mit 6 Podestplätzen und sogar einem Laufsieg für das spannendste Finale das denkbar war.




Qualifying Klasse +600


Auch im Qualifying der großen Klasse gab es wegen eines Sturzes, der mit einem ausgerenkten kleinen Finger endete, zu einer Unterbrechung. Und auch hier war ein "10 Minuten-Restzeit-Sprint" dafür verantwortlich das in der Startaufstellung nicht unbedingt "die üblichen Verdächtigen" ganz vorne zu finden waren. 30 Fahrer stellten sich der Zeitenjagt und am Ende stand Andi Waranycia (R1 99) zum zweiten mal in diesem Jahr mit 2:06,65 als Trainingsschnellster fest. Auf Platz 2 stellte sich "Mr. Win or Crash" Grado Milic (GSXR 1000 K3) in eine gute Ausgangsposition fürs erstere, Hannes Mandl (GSXR 1000) und Fred Habjanic (R1 04) komplettierten Startreihe eins. Startreihe zwei hatte es in sich. Richard Frece, der einzige der Tabellenführer Krausler noch gefährlich werden konnte, nahm auf Platz 5 zusammen mit "Team Artbauer Kollegen" Markus Hasenörl auf Platz 7 ausgerechnet Robert Krausler auf Platz 6 in die Mitte. Mit Platz 8 zeigte Hannes Fross sein mit Abstand bestes Qualifying der Saison.



Rennen Klasse +600 (Linkskurs)




Der Dritte des Qualifying Hannes Mandl sicherte sich Platz eins im ersten Eck vor Polesetter Andi Waranycia, Fred Habjanic und Markus Hasenörl. Bereits in Kurve drei, der Führende Mandl hatte bereits einen kleinen Vorsprung herausgefahren, kam es zur Vorentscheidung um den Laufsieg. Waranycia konnte auf Platz 2 liegend ein ziemlich bösen Quersteher (guckst du Video) nur mit Mühe gerade noch abfangen und zwang so den Rest des folgenden Feldes mit ziemlich unorthodoxer Linienwahl und Halbgas die Situation wieder zu bereinigen. Während sich das Verfolgerfeld neu sortierte (Hasenörl machte das am geschicktesten und schnupfte sowohl Waranycia als auch Habjanic) machte sich Mandl die Situation zu nutze. Er setzte die freie Bahn optimal in Rundenzeit um, knallte bereits in Runde 2 seine (und des Tages) schnellste Runde auf den Asphalt (2:05,59) und beförderte das noch leicht konfuse Verfolgerfeld damit bereits in der Anfangsphase aus der Schlagdistanz.

Klicken Sie hier für ein On-Board-Video der Startrunde
(6MB/wmv)



Das Match um die Meisterschaft war allerdings noch lange nicht entschieden. Frece musste Krausler hinter sich verweisen und um 6 Plätze distanzieren um den Spieß in der Tabelle noch mal umzudrehen. Frece war aber noch letzter im Verfolgerfeld (Hasenörl, Waranycia, Habjanic, Krausler, Frece), musste also erstmal selber nach vorne und hoffen das Krausler entsprechende viele Gegner ziehen lassen muss. Teil 1 des Planes ging auf. Frece kämpfte sich innerhalb zweier Runden durch das Verfolgerfeld und übernahm Platz 2. Doch Krausler fuhr wie immer sehr überlegt. Er ließ sich vom Pulk mitziehen ohne zuviel Risiko in kauf zunehmen und behielt die Situation im Auge. Nur Hasenörl und Waranycia konnten sich zwischen Frece und Krausler halten der somit mit Platz 5 den Meistertitel der Klasse +600 mit 4 Punkten Vorsprung fixierte. Krausler, der zu Saisonbeginn sicher nicht zu den Titelfavoriten gehörte, genoss die Huldigungen der Zuschauer sichtlich als er stehend in Siegerpose in die Boxeneinfahrt kam. Andi Toth und der spät aber doch in Form gekommene Hannes Fross sahen die karierte Flagge auf Platz 7 bzw. 8.



Qualifying Klasse Naked Bike


Leider konnte der bereits als Meister feststehende Robert Sega (Z 750) verletzungsbedingt nicht am Finale (und der Meisterfeier) teilnehmen. Mit 14 Teilnehmern war das Naked Bike Feld diesmal relativ schwach besetzt (für reichlich Pfeffer in der Saison 05 ist aber bereits gesorgt, einige interresante Neueinsteiger haben bereits Interesse bekundet). Die Überraschung gelang Markus Promberger, der mit einer nicht mehr ganz frischen Trixi (Yam TRX 850) mit 2:14,3 die Pole fixierte. Auf Platz 2 fand sich Roman Spielauer (Z 750) vor Reitwagenschreiberling Zonko (Triumph wasweisichwas) und den aggressiv fahrenden Günther Zechmeister (Hornet 600). Zechmeister hat in der Tabelle auf Platz 2 liegend nur hauchdünne 2 Punkte Vorsprung auf Tom Rydl der mit seiner Raptor immer besser zu Recht kommt. Er muss unbedingt zumindest direkt hinter Rydl ins Ziel um Platz 2 zu retten. Auf Platz 5 des Qualifying fand sich Duc S4R Reiter Ernst Grabner (für den der Linkskurs noch Neuland ist), Platz 6 ging an Rydl vor Bürstmayr und Staritz.


Rennen Klasse Naked Bike (Linkskurs)


Spielauer setzte sich sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes. Dahinter reihte sich Zonko und der Rest des Feldes in die erste Kurve. Bereits in Runde 2 macht Polemann Promberger auf der TRX mächtig Druck, kämpft sich nach mittelmäßigen Start an Zonko vorbei auf Platz 2 und schließt sogar zum führenden Spielauer auf. Währendessen kämpft sich auch Grabner mit tiefen 14er Zeiten weiter vor und beginnt sich langsam mit dem Linkskurs anzufreunden. Am Hinterrad von Spielauer angekommen riskiert Promberger leider zu viel und versenkt Trixi in der Kehre - als Trost blieb die schnellste Rennrunde (2:12,93) und einer der Hauptpreise bei der Jahressiegerehrung. Ernst Grabner rückt dadurch auf Platz 3 vor, dahinter tobt der Kampf um den Vizetitel bei den Nakeds zwischen Günther Zechmeister und Thomas Rydl. Zechmeister hat 2 Punkte Vorsprung in der Tabelle und könnte sogar hinter Rydl das Rennen beenden solange keiner dazwischen ist und einen weiteren Punkt "wegfrist". Doch Zechmeister wollte unbedingt vor Rydl ins Ziel. Im langsamen Streckenteil fährt er Runde für Runde einen kleinen Vorsprung auf Rydl raus den dessen Drehmomentgewaltiger Raptor postwendend jede Runde auf der Start Ziel Geraden für nichtig erklärt. Durch den Ausfall von Promberger fährt Spielauer einen ungefährdeten Sieg nach Hause und Zonko rettet sich 3 Zehntel vor Grabner über den Zielstrich. Im Gefecht um Platz 4 kommt Zechmeister als erster auf die Start/Ziel Gerade und versucht im Zickzackkurs Rydl aus dem Windschatten zu schütteln. Dabei übertreibt er, bringt Unruhe ins Fahrwerk seiner Hornet die daraufhin mächtig zu Pendeln beginnt. Zechmeister bleibt nichts anderes übrig als kurz zu lupfen - worauf Rydl nur gewartet hat. Der Frisör aus Purkersdorf fängt Zechmeister wenige Meter vor dem Ziel noch ab und kassiert die 12 Punkte für Platz 4. Zechmeister bleibt aber als Trost der erfolgreich verteidigte zweite Platz in der Gesamtwertung und somit der Vizetitel der Naked Bike Klasse.




Meisterfeier

Klicken Sie hier für die Jahreswertung aller Klassen 2004 (pdf)











Was sonst noch ins Auge stach

Das wir nicht ganz unstolz vermelden dürfen das in jeder Klasse auf einem Motorrad der Gesamtsieg geholt wurde bei dem Berger Motorsport die Finger im Spiel hatte

Das in den Klassen -/+600 nur jeweils ein Fahrer bzw. bei den Naked Bikes 2 Fahrer in der Lage waren in jedem Rennen zu punkten: Pokorny (-600), Krausler (+600), Zechmeister und Komarek (Naked Bike)

Das Arnold Pokorny im Verlauf der Saison sein Mindestziel - endlich einen Stockerlplatz - locker erreichte: 6x am Stockerl und Vizemeister

Das Hans Müllauer, der Ende 2003 schon ans Aufhören dachte, das Kunststück gelang bei zwei verschiedenen Veranstaltern im selben Jahr zwei Meisterschaften zu gewinnen

Das Jungwirth 2004 zwar nie siegte dafür aber insgesamt 7x am Podest stand

Das Waranycia bei seinem "beinahe Highsider" in der Startrunde ein tiefschwarzes Autogramm in Form des "Nike-Hakerls" am Asphalt hinterließ

Das Fred Habjanic trotz 3(!) Nullern dritter der Gesamtwertung wurde. Ohne die Nuller - wer weiß…

Das vor Gesamtsieger Robert Krausler bereits 3 Fahrer wie der "sichere" Meister de Klasse +600 aussahen

Das Sega die Naked Bike Meisterschaft ohne Laufsieg gewann

Das Zechmeister ohne einen Podestplatz Vizemeister wurde

Das Tom Rydl die Vizemeisterschaft nur um einen Punkt verpasste

Das Spielauer seit seinem Umstieg auf die Berger Motorsport getunte Z 750 in 3 Rennen mehr Punkte einfuhr als in der gesamten restlichen Saison zusammen

Das Tierdoc Tom Enders (dessen Berichte aus der dem Alltag der Tierarztpraxis allabendlich das halbe Fahrerlager per Lachkrampf außer Gefecht setzten) sich im letzten Rennen mit seiner nicht wirklich renntauglichen GSX 750F auf erstaunliche 2:20,3 steigern konnte. Enders wird 2005 mit aktuellerem Material attackieren!

Das sich bereits jetzt für 2005 einige neue Teilnehmer für die Naked Bike Klasse angekündigt haben

Das manch einer für 2005 die Klasse wechseln will








Termin 6:
Montag 6. und Dienstag 7.September (Mo. Links-, Di. Rechtskurs)



Die Saison neigt sich zu ende was man schon alleine an der Dramatik der Rennverläufe gut erkennen kann. Wie gewohnt waren die Startfelder prall gefüllt und manch einer wähnte seinen Tabellenrang schon im trockenen - und musste dann doch erkennen das Fendrich recht hat: Es ist wirklich nix fix! Auch die ersten Vorboten der 2005er Saison waren fürs geschulte Auge zu erkennen, aber dazu mehr beim Finale am 4. Oktober.


Qualifying Klasse - 600 Mo. (Linkskurs)

Die Überraschung Nummer eins zweier ereignisreicher Tage gelang Arnold Pokorny (ZX-6RR) mit seiner "first ever" Poleposition. Mit 2:07,173 verdrängte er den sonst die Qualifyings ziemlich dominierenden Hans Müllauer (GSX-R 600) haarscharf um 62 tausendstel auf Platz 2, Alex Jungwirth (R6) und Harald Fliesser (ZX-6) komplettierten die erste Reihe. Auffallend stark zeigte sich Helmut Pöchl (ZX-6) in Reihe 2, die Duellanten um Tabellenrang 5 Peter Varga (CBR 600) und Norbert Zehethofer (GSXR 600) auf Platz 6 und 7 trennten im Zeittraining nur 4 zehntel Sekunden. Wieder dabei war auch Seniorracer Raimund Mayer der sich mit seiner Qualifyingzeit von 2:17,4 bei 66 erfolgreich abgespulten Lebensjahren nicht verstecken braucht. Nur 2 Plätze dahinter war unser jüngster Teilnehmer im Qualifying - Christoph Ljubi - zu finden, mit 16 Jahren schlappe 50 Lenze jünger als Mayer. Christoph, der nach ersten Erfahrungen mit weniger renntauglichem Material (Du sollst nicht ernsthaft am Kabel ziehen wenn hinten ein Tourengummi um die Felge gewickelt ist) nun auf einer CBR 600RR unterwegs ist, zeigt regelmäßig erstaunliche Steigerungen. Wenn es ihm gelingt erfahrene Know How Lieferanten um sich zu scharen sind wir sicher dass in nicht all zu ferner Zukunft der erste Pokal ins steirische verschwindet.



Rennen 1 Klasse - 600 Mo. (Linkskurs)

"To finish first you first have to finish!" (Part 1)

To finish first you first have to finish - um Erster zu werden musst du es erst mal bis ins Ziel schaffen. Wie der Renn- und auch der Meisterschaftsverlauf zeigt hat dieser heiße Tipp, den einst Papa Schwantz Sohnemann Kevin mit auf den Weg gab als er ihn wieder einmal aus den Reifenstapeln bergen musste, auch heute noch volle Gültigkeit. Vor dem Rennen schien alles klar in der Gesamtwertung. Müllauer führte bei nur noch 3 offenen Rennen mit 14 Punkten Vorsprung auf Boxenkollegen Pokorny die Tabelle klar an, lediglich bei der Vergabe von Platz 2 (Pokorny vs. Jungwirth) bzw. Platz 4 (Varga vs. Zehethofer) schien es noch Diskussionsbedarf zu geben. Aber es kam völlig anders. Müllauer startete gewohnt verhalten und fädelte als Fünfter ein, während Pokorny sofort in Führung ging. Die nächsten 4 Kurven drängte Müllauer vehement vorwärts machte Platz um Platz gut und stellte klar dass er noch in der ersten Runde zur Spitze aufzuschließen gedenkt. Doch in Kurve 6 stellte Müllauer die Tabelle auf den Kopf. Ein Hauch zu spät in den Eisen musste er seine Linie korrigieren, geriet auf den mit nur wenig Grip gesegneten Streckenrand und beförderte sich und seine GSX-R per Überschlag aus dem Rennen - und von Tabellenspitze. Pokorny, der an der Spitze von all dem nichts merkte, hatte zu Rennbeginn noch Mühe einen flotten Rhythmus zu finden. Alex Jungwirth auf Platz 2 kam in großen Schritten näher und roch zum ersten Mal in dieser Saison die Chance einen Sieg einzuheimsen. Auch in der Verfolgergruppe erkannten Fliesser, Pöchl und Zehethofer das ein Stockerlplatz heute zum Abverkaufspreis zu haben war - entsprechend nachhaltig wurde die Reihenfolge im Pulk ausdiskutiert. In Runde 3 gelang es Jungwirth tatsächlich Pokorny, der noch immer seinen Rhythmus nicht gefunden hatte, von der Spitze zu verdrängen. Für Pokorny, der zu diesem Zeitpunkt 2 Sekunden langsamer als im Qualifying unterwegs war, Grund genug "Schluss mit lustig" zu machen und blank zu ziehen. Mit 2:07er Zeiten setzte er sich wieder in Führung und holte somit neben der Pole auch die schnellste Rennrunde und seinen ersten Sieg. Jungwirth kam mit 2,9 sek. und Fliesser mit 4,7 Sek Rückstand aufs Stockerl das Pöchl nur um 8 zehntel verpasste. Beim Match Varga gegen Zehethofer steht es nach dem ersten Rennen dieser Veranstaltung 1:0 für Zehethofer.







Qualifying Klasse + 600 Mo. (Linkskurs)

Während immer mehr Fahrer auf die 04er R1 setzen (nach Habjanic sind auch Toth und Suk auf die neue Yamaha umgestiegen) zeigte Andi Waranycia das auch vermeidlich "altes" Material ordentlich bewegt werden kann und stellte seine 98er R1 mit 2:06,4 auf die Poleposition. Berger (außer Konkurrenz auf GSX-R 1000 K1), Tabellenführer Krausler (K2) und Richard Frece (R1 00) teilten die erste Reihe unter sich auf. Die zweite Reihe ging an Milic (K3), Hasenörl (R1 02), Toth (R1 04) und Habjanic (R1 04). Nach langer Zeit auch wieder mal dabei war Josef Krenn mit seiner wunderschön aufgebauten SP-1.



Rennen 1 Klasse + 600 Mo. (Linkskurs)

Fred Habjanic etabliert sich immer mehr als Blitzstarter. Wie schon im August ging er aus Reihe 2 sofort in Führung. Als zweiter bog überraschend Markus Hasenörl ins erste Eck, Berger - wie immer außer Konkurrenz - und Frece folgten. Innerhalb von nur 2 Kurven drängte sich Frece auf Platz 2 nach vorne und nahm die Verfolgung von Habjanic auf. In Runde 2 ging Berger an Hasenörl vorbei und setzte sich zusammen mit Frece und Habjanic vom Feld ab, dahinter kämpften Krausler, Toth und der mit technischen Problemen hadernde Andi Waranycia um die Plätze. Ab Runde 4 viel auch Frece zurück, Habjanic und Berger zogen davon. 2 Kurven vor dem Ziel bremste sich Berger an die Spitze doch Habjanic konnte dank des am Linkskurs relativ weit von der letzten Kurve entfernten Zielstrich aus dem Windschatten heraus noch mal kontern und siegte mit hauchdünnen 7 hundertstel (!) Vorsprung. Frece kassierte die 14 Punkt für Platz 2, Tabellenführer Krausler fuhr trotz Kupplungsproblemen wie gewohnt taktisch kühl kalkulierend auf Platz 3 und erfreut sich so bei nur noch zwei ausstehenden Rennen über einen recht komfortablen 14 Punkte Vorsprung.



Klicken Sie hier für ein On-Board-Video der Startrunde am Linkskurs
(7MB/wmv)




Qualifying Klasse Naked Bike Mo. (Linkskurs)

Mit Hondahändler Faber engagiert sich erstmals ein Händler in der immer populärer werdenden Naked Bike Klasse. Eine extra zu diesem Zweck aufgebaute CB 900 Hornet wird mit Fahrer Berger in die Schlacht geworfen um den Z 750 Paroli zu bieten. Die bisher von Berger eingesetzte Z 750 wird diesmal von Roman Spielauer bewegt. Die bussifein aufgebaute 9er Hornet kann ihren Hubraumvorteil auch gleich in eine Poleposition ummünzen (2:13), Spielauer (Z 750), Zechmeister (Hornet 600) und Sega (Z 750) stehen in der ersten Reihe, Promberger, Frisör Rydl und die Staritz Brüder bilden die zweite Startreihe.




Rennen 1 Klasse Naked Bike Mo. (Linkskurs)

Berger setzte sich auf der Faber Hornet zwar von Beginn des Rennes an ab, da er aber wie immer außer Konkurrenz unterwegs war spielte er bei der Punktevergabe keine Rolle. Zwei Zweiergruppen schrieben die Geschichte dieses Rennens. Roman Spielauer, der zum ersten Mal auf der Berger Motorsport Z 750 antritt kämpft mit Frisör Tom Rydl (Raptor) um den Sieg, während Robert Sega (ebenfalls auf einer Berger Z 750) mit Günther Zechmeister (Hornet 600) um den letzten Stockerlplatz fightet.




An der Spitze kommt Spielauer mit der für ihn neuen Z 750 gut zurecht, verbessert seinen persönlichen "Linksrekord" um fast 4(!) Sekunden und rettet mit einem knappen 31 hundertstel Vorsprung auf den stark drängenden Tom Rydl bei seinem ersten Antreten auf der Z 750 seinen ersten Sieg ins Ziel. Robert Sega hingegen, der in der Tabelle über ein gemütliches 23 Punkte Polster verfügt, fährt in aller Ruhe hinter Zechmeister her um Ihm 100m vor dem Ziel aus dem Windschatten heraus den letzten Stockerlplatz abzuknöpfen. Mit Platz 3 und nun 25 Punkten Vorsprung genügt Sega beim 2. Lauf sogar im Falle eines Sieges von Zechmeister ein 9. Platz um sich vorzeitig den Titel zu holen!






Was sonst noch auffiel

Das Arnold Pokorny im Verlauf der Saison erstaunliche Steigerungen vorlegte
Das Hans Müllauer seinen high speed Crash völlig unverletzt überstand
Das Pöchl und Fliesser auffallend stark zugelegt haben
Das die Altersdifferenz zwischen den Jüngsten und ältestem Rennteilnehmer volle 50 (!) Jahre beträgt
Das Waranycia erstmals auf der Poleposition stand und ohne seine 3 0er wahrscheinlich auf Platz 3 der Tabelle läge
Das Fred Habjanic ein auffallend guter Starter ist
Das Robert Krausler wie ein Schachspieler - mit viel Kalkül und wenig Leichtsinn - Rennen fährt
Das das Rundezeitenniveau des Mittelfeldes der Naked Bike Klasse immer enger zusammenrückt
Das Spielauer nach seinem Umstieg auf die Berger Motorsport getunte Z 750 sofort seine ersten Sieg einfahren konnte
Das Sega "Gefahr" läuft die Meisterschaft ohne Laufsieg zu gewinnen
Das immer mehr Fahrer den Linkskurs bevorzugen
Das "Linksfeige Rechtskursfahrer" am Linkskurs wohl nie schneller werden wenn sie nur am Rechtskurs antreten


Qualifying Klasse - 600 Di. (Rechtskurs)

Lange Gesichter nach dem Abflug in Race 1 gab es in der Müllauer-Box nur kurzfristig. Während andere die Pokale abholten wurde an der GSX-R 600 von Müllauer bereits heftig geschraubt und zurechtgebogen. Die durch den Sturz radikal veränderte Tabellensituation (vor dem Crash 14 Punkte Vorsprung, danach 1 Punkt Rückstand auf Pokorny!) sorgte für einen entsprechenden "Motivationsschub" und mit kräftig Teamwork (Berger Motorsport Werkstättenchef Walter Kleemann der die Müllauer GSX-R seinerzeit auch aufgebaut hatte stand mit Rat und Tat zur Seite) und Teilespenden der Fross-Brothers konnte gegen 23h der Motor erstmals wieder zum Leben erweckt werden. 39 Fahrer gingen im Qualifying auf Zeitenjagt, und am Ende zogen alle den Hut vor Hans Müllauer. Keine 20 Stunden nach seinem Überschlag stellte er die wieder genesene GSX-R souverän mit 2:06,85 auf die Poleposition und verwies Berki (der Boss des ungarischen Motorradshop bei der Kartbahn nahm außer Konkurrenz teil), Pokorny und Nikowitsch auf die Plätze. Jungwirth, Varga, Peter Fross und der auf Motorradtransport spezialisierte Jungunternehmer Dejan Juric komplettierten die 2. Startreihe.





Rennen 2 Klasse - 600 Di. (Rechtskurs)

"To finish first you first have to finish!" (Part 2)

Unglaublich was der 2. Lauf der 600er an Dramatik zu bieten hatte. Zuerst überraschte Gastfahrer Zsolt Berki (auf einer nicht mehr ganz frischen R6 außer Konkurrenz unterwegs) mit einem perfekten Start. Müllauer und Pokorny folgten, die Verfolger Jungwirth, Varga, Grabner und Zehethofer konnten den Anschluss nicht halten. Ganze 6 Runden änderte sich die Reihenfolge an der Spitze nicht, die 7. und letzte Runde hatte es aber in sich. Pokorny, der vor 3 Läufen noch mit der Verteidigung von Tabellenrang 2 gegen den heranstürmenden Alex Jungwirth alle Hände voll zu tun hatte, überholte sowohl Müllauer als auch Berki und kam völlig überraschend als Führender aus der letzten Kurve. Ein Zieleinlauf in dieser Reihenfolge hätte bedeutet dass Pokorny mit 2 Punkten Vorsprung beim letzten Lauf nur noch in aller "Gemütlichkeit" hinter Müllauer (egal auf welchem Rang) ins Ziel kommen musste um den Meistertitel zu holen! Doch Pokorny leistete sich einen folgenschweren Fehler, beschleunigte zu früh auf die Start/Ziel Gerade und rutschte über beide Räder weg. Die bisher schrammenfreie Berger Motorsport ZX-6RR überschlug sich samt Arnold heftig und verschwand in einer dichten Staubwolke aus der Arnold Gott sei dank unverletzt auftauchte. Müllauer überquert als erster den Zielstrich und trotzdem war die Entscheidung nicht gefallen. Denn unbeobachtet von den aufschreienden Zuschauern war auch Alex Jungwirth abgeflogen und zwang die Rennleitung zum sofortigen Rennabbruch.


Dieser Umstand bedeutete enormes Glück im Unglück für Arnold Pokorny und auch für alle Zuseher beim Finale im Oktober. Denn in diesem Fall wird die Runde vor dem Abbruch gewertet und daher bleibt sowohl Pokorny als auch Jungwirth in der Wertung. Was bedeutet das Müllauer und Pokorny mit je 113 Zählern Punktegleich vor dem letzten alles entscheidenden Lauf sind! Helmut Pöchl angelt sich im Trubel der Ereignisse fast unbemerkt mit dem 3. Platz sein erstes Stockerlresultat und im Duell um Tabellenrang 5 gleicht Varga mit Platz 6 vor Zehethofer auf Platz 7 zum 1:1 aus und geht mit 4 Punkten Vorsprung auf Zehethofer ins Finale.






Qualifying Klasse + 600 Di. (Rechtskurs)

Die Poleposition holte Berger (wie immer außer Konkurrenz) mit 2:04,8, aber bereits im Qualifying zeichnete sich mit Platz 2 für Frece und Platz 3 für Hasenörl ein starker Auftritt des Team Artbauer ab. Tabellenführer Krausler schnappte sich mit reparierter Kupplung den letzen freien Platz der ersten Startreihe dahinter teilten sich Waranycia, Habjanic, Wallner und Milic die zweite Reihe. Mit 28 Startern wurde es auch in der großen Klasse nicht langweilig





Rennen 2 Klasse + 600 Di. (Rechtskurs)

Auch wenn er schlussendlich nicht siegte - es war das Rennen von Markus Hasenörl. Erst zum zweiten Mal in der ersten Startreihe konnte er sich diesmal erstmals in Führung setzten und beinahe seine ersten Sieg landen. Aber der Reihe nach. Hinter Hasenörl reihten sich Berger und Frece ein und setzten sich sofort von der Verfolgergruppe um Habjanic, Waranycia, Toth und Krausler ab. In Runde 2 überholte Frece Berger, der seinerseits eine Runde später konterte. In der Hitze des Gefechtes merkte Berger erst jetzt den Ernst der Lage (Frece fährt - da Krausler weit abgeschlagen war - um den Gesamtsieg und ausgerechnet sein Freund und Teamkollege Hasenörl kämpft vor seiner Nase wie ein Berserker um seinen ersten Sieg!) und beschränkte sich ab sofort auf das Sammeln möglichst spektakulärer Videoaufnahmen (On Board Kamera).






Und dabei halfen Frece und Hasenörl reichlich. Da Frece beim Beschleunigen, Hasenörl aber auf der Bremse seine Stärken hat sind nun an die 15 Überholversuche, etliche Slides mit herrlichen Radierungen und die eine oder andere "fast Berührung" auf Video festgehalten. Hasenörl konnte bis weit in die letzte Runde die Spitze halten, ein kurzer Moment im Drehzahlbegrenzer beim Rausbeschleunigen aus Kurve 4 ermöglichte aber Frece die finale Attacke, was Hasenörl - wie man an seinem Freudenausbruch nach der Zieldurchfahrt erkennen konnte - locker verkraftete. Zumal ja Freund Frece dadurch noch bessere Chancen auf den Meistertitel beim Finale hat. Denn hinter dem Team Artbauer kreuzten innerhalb von nur 2,7 Sekunden Habjanic, Orman, Milic, Waranycia, Toth und nur auf Platz 9 der Tabellenführende Krausler die Ziellinie. Was seinen Vorsprung auf 7 Punkte schrumpfen lies. Das heißt: Sollte Frece tatsächlich auch das Finale gewinnen muss Krausler mindestens Platz 7 erreichen um den Meistertitel einzusacken. Auch in der großen Klasse wird den Zusehern im Finale also einiges geboten werden






Klicken Sie hier für ein On-Board-Video der Startrunde
(7MB/wmv)







Qualifying Klasse Naked Bike Di. (Rechtskurs)

Bei den Nakeds geht es bereits heute um den Titel. Sega braucht nur mehr wenige Punkte um den ersten Naked Titel überhaupt zu holen, es würde aber ein Zuckerguss über die Meisterschaft gezogen wenn es ihm gelänge ein Rennen zu gewinnen. Denn trotz recht überlegener Führung in der Tabelle konnte Sega 2004 noch keinen Sieg landen! Mit Platz 3 im Qualifying setzte er dafür eine gute Ausgangsbasis. Auf Platz 2 allerdings erschien diesmal wieder Ernstl Grabner mit seiner Drehmomentmächtigen Duc S4R was für Sega's Z 750 eine harte Nuss ist. Die Pole, die mit 2:12,0 an Berger auf der Faber Hornet 900 ging war hingegen kein Problem, da Berger wie immer nur außer Konkurrenz teilnahm. Ernste Gegenwehr musste Sega schon eher vom wieder in die erste Reihe nach vorne gefahrenen Z 750 Kollegen Roman Spielauer erwarten. Und in Reihe 2 warteten mit Promberger, Zechmeister, Rydl und Tom Staritz auch ein bar schwere Kaliber die für einen Sieg zur Not auch die Großmutter riskieren würden






Rennen 2 Klasse Naked Bike Di. (Rechtskurs)

Ein mäßiger Start bescherte Berger in Kurve 1 nur Platz 5 hinter Spielauer, Grabner, Rydl und Sega doch mit einer extrem gut erwischten ersten halben Runde konnte Berger die Faber Hornet 900 bereits in Kurve 5 in Führung manövrieren. Bis in die 3. Runde konnte sich die Faber Hornet auch vorne halten doch dann brummte Grabner auf seiner Duc S4R auf der Start/Zielgeraden mit solcher Nachhaltigkeit vorbei dass Berger nicht mal im Windschatten folgen konnte. Hinter den beiden schnupfte Frisör Rydl den Sieger des Vortages Spielauer und prügelte seine Cagiva Raptor auf beachtliche 2:11,0 herunter.






In Runde 4 folgte dann das was wir schon im April als erklärtes Saisonziel der besten Naked Bike Racer verlautbarten: Sowohl Grabner als auch Berger knackten erstmals mit echten Naked Bikes (nicht Streetfighter - also abgeräumte R1 usw.) die 2:10er Mauer! Mit 2:09,1 sicherte sich Grabner Sieg und die schnellste Runde vor Rydl und Robert Sega der Spielauer um 5 Zehntel distanzieren konnte und damit als erster in dieser Saison einen Meistertitel fixieren konnte. Für seinen ersten Sieg hat Sega allerdings nur noch eine Chance - beim Finale im Oktober. Mit Platz 6 konnte sich Zechmeister in der Tabelle auf Platz 2 nach vorne kämpfen, mit nur 2 Punkten Rückstand lauert aber Rydl mit seinem - wie nach Jurassic Park jeder weiß - heimtückisch gefährlichen Raptor um sich im Finale Gesamtrang 2 zu holen.






Was sonst noch auffiel

Das es gegen Saisonende nur noch 5 Fahrer gibt die in allen Rennen gepunktet haben: Pokorny (-600) und Krausler (+600) bzw. S.Staritz, Sega und Zechmeister (Naked Bike)
Das Pokorny trotz Sturz am Dienstag seine bisher besten Rennen gefahren ist und der Meisterschaft ein extrem spannendes Finale bescherte
Das Müllauer Profi-like den Sturz vom Montag völlig spurlos weggesteckt hat und wie selbstverständlich sofort wieder auf Pole und Platz 1 fuhr
Das Hasenörl sich ab Saisonmitte stark gesteigert hat
Das Frece mit seinen tollen Leistungen nach fast schon aussichtsloser Position doch noch kleine Chancen auf den Gesamtsieg hat
Das Robert Krauslers taktisches Fahren auf Platz 9 durch Freces erstaunliche Performance den Eindruck eines Rückzugsgefechtes erweckt
Das "Mr. Win or Crash" Grado Milic schon auffällig lange weder gewonnen noch zerstört hat
Das Hannes Fross mit Platz 12 nicht besser platziert war als Tags zuvor - wo er nach einem Sturz weiterfahren konnte und ebenfalls 12. wurde
Das Andi Toth mit seiner neuen R1 auf Anhieb schnellere Zeiten schafft als bisher
Das spannender Rennsport auch mit preiswerten Naked Bikes unter 8.000.- möglich ist. Spitzenzeiten unter 2:10 und engste Tabellenstände zeigen dass man auch ohne Kit-R1 um 25.000.- heiße Gefechte Lenker an Lenker erleben kann
Das bereits jetzt starke Nachfrage nach den Jahreskarten für die 05er Saison herrscht. Da wieder nur 40 Stück vergeben werden bitten wir um rechtzeitige Reservierung!






Termin 5:
Montag 2. August (Rechtskurs)


Schöner kann ein Race Day nicht sein. Perfektes Racing-Wetter (24°, leicht bewölkt und Windstill), Rekordteilnehmerzahlen, kaum Stürze (den ganzen Tag konnten die Rettungsärzte Daumen drehen) und das alles garniert mit spannenden Rennen die die Tabellenstände der Jahreswertungen heftig durcheinander wirbelten - ein Blue Monday vom feinsten eben.

PS: Fotofex Haliklik urlaubt derzeit an Deutschlands Südzipfel (Mallorca), die gewohnt leckeren Pix folgen daher erst um den 18.Aug.

Qualifying Klasse - 600

Den ersten Rekord gab es schon vor dem Qualifying. 53 Fahrer stritten sich im Zeittraining um 44 verfügbare Startplätze (Streckenlimit) für das Rennen der 600er. Dominiert wurde das Qualifying einmal mehr von Hans Müllauer dessen Formkurve scheinbar endlos nach oben zeigt. Mit 2:07,3 sicherte er sich die Poleposition vor Michael Beyer (Gaststarter ohne Punkteberechung), Alex Jungwirth und Arnold Pokorny. In der Jahreswertung führte Müllauer (GSXR 600) unter normalen Umständen kaum noch einholbar mit 13 Punkten Vorsprung. Speziell um Platz 2 wird aber noch heftig zwischen Pokorny (ZX-6RR) und Jungwirth (R6) gefightet. Für Pokorny, der bisher stets hinter Jungwirth ins Ziel kam war die Devise daher klar - Müllauer kann ihm egal sein aber alle anderen sollten nach Möglichkeit hinter ihm das karierte Tuch sehen




Klasse - 600 Rennen (Rechtskurs)

Wenn sich am Pannoniaring ein mit 44 Mann voll ausgebuchtes Starterfeld schlagartig Richtung Turn 1 verabschiedet bebt die Puszta als würde King Kong zu Besuch kommen. Wie viele davon werden nach Turn 1 den Horizont noch richtig herum sehen? Mancher Zuseher rechnete Anbetrachts des engen Qualifying mit schweren Verlusten in der Startkurve, die völlig sturzfreie Startphase war dann jedoch nur die erste Überraschung in einem spannenden Rennen. Polemann Müllauers momentan einzige erkennbare Schwäche sind seine mittelmäßigen Starts. Auch diesmal konnte er seinen Startplatz nicht optimal umsetzten. Einen wirklich perfekten Start zauberte jedoch Pokorny auf den Asphalt. Zur allgemeinen Überraschung legte der Banker seine Risikokalkulation diesmal wesentlich legerer als gewohnt aus und ging mit ungeahnter Vehemenz in Führung. Jungwirth, Beyer und Müllauer folgten, dicht dahinter lieferten sich Martin Fross, Hatos, Pöchl und Fall ein sehenswertes Match. Spätestens als Pokorny in Runde 2 noch immer führte war klar das er diesmal Jungwirth den Fehdehandschuh heftiger als bisher ins Gesicht zu knallen gedenkt. Doch auch Jungwirth ist kein Kind von Traurigkeit, er steigerte sich heuer von Lauf zu Lauf und korrigierte seine persönliche Pannbestzeit bereits in Runde 2 nachhaltig nach unten. Pokorny, bisher dafür bekannt das er ab Rennmitte weniger mit seinen Gegnern als mit seiner Kondition kämpft, zeigte diesmal jedoch keine Ermüdungserscheinungen - im Gegenteil er wurde Runde für Runde schneller. In Runde 3 hatte dann auch Müllauer sein Rhythmus gefunden und unterstrich seinen Anspruch auf Gesamtsieg. In nur eineinhalb Runden schnupfte er alle Gegner auf und verabschiedete sich mit 2:05,292 (Tagesbestzeit!) Richtung Horizont. Auch Beyer quetschte sich an Pokorny, der sich natürlich an Jungwirth orientierte, vorbei. Doch wer damit dachte Pokorny würde klein bei geben hat sich getäuscht. Obwohl Beyer mit tiefen 6er Zeiten versuchte Müllauer zu folgen blieb Pokorny dicht auf den Fersen des Kawa Cup Piloten. Hinter Jungwirth steigerte sich Fross auf 8er Zeiten, Hatos, Fall und Pöchel zogen mit und sorgten mit permanenten Überholmanövern für Kurzweil im Publikum. An der Spitze sorgte Müllauer mit 6 sek. Vorsprung für klare Verhältnisse, Pokorny schloss zum erstaunen aller wieder auf Beyer auf und konnte nur von einem lockeren Lenkerstummel von einer Schlußattacke auf Beyer abgehalten werden. Jungwirth sah 12 Sekunden nach Pokorny das karierte Tuch. Dahinter kostete ein kleiner Fehler Fross den angepeilten vierten Platz, im Ziel trafen er und seine 3 Kontrahenten innerhalb von nur 7 zehntel Sek. ein! In der Jahreswertung (siehe oben) baute Müllauer somit seinen Vorsprung auf gnadenlose 14 Punkte aus (98), Pokorny konnte seinem Widersacher Jungwirth einen weiteren Punkt abknöpfen (84 zu 79 Punkte).









Qualifying Klasse + 600

Überraschung in der Klasse + 600. Pfeifer, der beim letzten Lauf wegen eines Ausrutschers die Tabellenführung überraschend abgeben musste, erschien aus unerklärlichen Gründen nicht zum Qualifying und lässt somit den schon sicher geglaubten Titel in weite Ferne rücken. Mit Hans Suk fehlte ein weiterer Fixstarter aus dem vorderen Feld der Gesamtwertung. Seine in sehr privatem Rahmen abgehaltenen Testfahrten endeten im Gipszimmer des AKH. Dadurch wird der Titelkampf zu einem Duell zwischen Frece und Krausler, nur 2 Punkte trennen die beiden vor dem Rennen. Krausler war es auch der mit 2:06,37 die Bestzeit im Qualifying vorlegte, auf Platz 2 folgte Berger (mit On Board Kamera außer Konkurrenz unterwegs), 3. wurde Frece und auf Platz vier war mit Birnbauer ein neues Gesicht bei den Race Days zu finden. In Reihe 2 trafen sich mit Andi Toth, dem nach seinen Rippenbrüchen wieder halbwegs genesenen Andi Waranycia, den ebenfalls angeschlagenen Fred Habjanic (lahme rechte Pfote) und Altmeister Agah Orman vier gute Bekannte wieder. Mit 33 Teilnehmern war auch die große Klasse nicht eben schwach besetzt....





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(5MB/wmv)


Klasse + 600 Rennen (Rechtskurs)

Für Fred Habjanic war dieses Rennen wie eine Wiedergeburt. Denn gleich nachdem Fred gegen Ende der ersten Saisonhälfte seinen ersten Sieg feiern konnte und so in den Kreis der Titelaspiranten vorstieß traf ihn ein Tiefschlag in Form eines eher weniger notwendigen Abfluges am Vorabend der Doppelveranstaltung im Juli. Fred konnte in Folge mit verletzter Hand bei den beiden Rennen nicht antreten und musste somit untätig zusehen wie andere "seine" Punkte kassierten. Umso entschlossener ging er diesmal zur Sache. Mit einem fulminanten Start setzte er sich aus der zweiten Reihe kommend sofort in Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit 2.05,45 verbesserte er seinen pers. Rekord und konnte sich mit den 15 Punkten für den Sieg wieder in Reichweite der ersten 3 der Gesamtwertung bringen. Völlig anders war die Situation für Tabellenführer Robert Krausler. Er konnte es sich leisten sich ganz auf seinen einzigen aktuellen Gegner in der Jahreswertung - Richard Frece - zu konzentrieren. So störte es ihn nicht weiter als ihn Birnbauer unter Druck setzte, viel besorgter sah er die Entwicklung von Frece's Performance. Dieser steigerte sich auf neue pers. Bestzeit (2:05,81) und war am besten Wege sich vor Krausler ins Ziel zu bringen. Doch in der vierten Runde überbremste Frece eingangs Turn 4 seine R1 und landete (unverletzt) im Schotter. Krausler nahm diese Einladung an und konnte sich trotz heftiger Gegenwehr von Andi Toth auf Platz 3 wertvolle 13 Punkte gutschreiben lassen. Die Pechvögel des Rennes waren Andi Waranycia (Vergaserprobleme kosteten Ihm in der letzten Runde 2 Plätze) und Grado Milic. Er tanke vor dem Rennen sicherheitshalber nicht zu wenig sondern gleich gar nicht und wurde trotz 6er Zeiten nur 29. An der Tabellenspitze ist nun mit 79 Punkten und damit 15 Punkten Vorsprung auf Frece einsam Robert Krausler zu finden. Er könnte es sich also leisten einmal auszufallen ohne die Führung zu verlieren.






Qualifying Klasse Naked Bike


Auch bei den Naked Bikes gab es ein beachtliches Starterfeld. 34 Nennungen (eigentlich 37 weil die 3 Mann große Reitwagen-Dellegation mal wieder zu spät kam und somit ohne Qualifying in die letzte Reihe verbannt wurde) sind neuer Rekord in dieser Klasse. Mit 2.12,46 legte Ernst Grabner (Duc S4R) die Messlatte im Qualifying verdammt hoch, Sega (Z 750), Berger (Z 750 - außer Konkurrenz) und Scherbichler (Duc S4) komplettierten die erste Startreihe. Fross (VTR), Rydl (Raptor), Promberger (TDM) und Zechmeister (Hornet) bildeten die zweite Startreihe. Schmerzlich registrierten wir das die unlängst in die Hände von Michael Gatscha entlasse Berger Motorsport Hornet 600 nach einer äußerst erfolgreichen und vor allem sturzfreien 03er Saison das erste mal Bodenkontakt hatte. Die zugefügten Verletzungen sind aber heilbar und wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in alter Frische.






Klasse Naked Bike Rennen (Rechtskurs)

Die Dichte in der Naked Bike Klasse war enorm. Bis Platz 12 wurden 15er Zeiten gezeigt und das eintreffen von Bikes wie z.B. der nicht ganz billigen Duc S4R im Starterfeld beginnt die Grundfesten der Naked Bike Idee (billiger Racingspaß auf brauchbarem Niveau mit Bikes die unter der Woche ihren Eigner zum Arbeitsplatz chauffieren) zu erschüttern. Spätestens 2005 wird hier wohl reglementechnischer Handlungsbedarf entstehen. Der Start ging an Ernst Grabner, Robert Sega konnte dicht an Grabners Fersen in Kurve zwei einen Angriff Bergers (außer Konkurrenz) abwehren. Diese Dreiergruppe setzte sich auch sofort ab, speziell zwischen Sega und Grabner tobte ein extrem enger Kampf um die Spitze. In der letzten Runde konnte Sega ausgangs der "Hauskurve" für wenige Meter an der Drehmomentgewaltigen S4R von Grabner vorbei, doch noch vor der Bremszone zur nächsten Kurve machte Grabner alles klar und fuhr seinen ersten Sieg ein. Beide erreichten erstmals Rundenzeiten an der magische 10er Grenze, wir sind gespannt ob die 10er Mauer noch heuer fällt. Nach rundenlangem Duell sicherte sich Fross knapp den 3. Platz vor "Figaro" Tom Rydl, Reitwagler Zonko fuhr aus der letzten Reihe kommend Platz 5 ein. Beachtlich auch die Leistungen von Bürstmayr und Promberger. Bürstmayr erreichte mit seiner fast serienmäßigen 98er Hornet 600 2.14,0, Promberger gelang dasselbe Kunststück mit seiner TDM. Sega führt nun mit dem beruhigenden Vorsprung von 23 Punkten bei nur noch 3 austehenden Rennen vor Scherbichler und Zechmeister (nur 1 Punkt Abstand!)





Was sonst noch auffiel

Das noch nie so viele Teilnehmer für die Rennen genannt haben
Das der auf Mallorca urlaubende Fotofex Haliklik für eine Urlaubsvertretung gesorgt hatte
Das kein Aufwand gescheut wird um einen Videoclip über die Race Days zu produzieren. Seit April filmt ein Videoprofi bei jedem Race Day, diesmal wurden die ersten On-Board Aufnahmen während des Rennens gemacht. Eine kleine Kostprobe finden Sie oben, den Profi Clip gibt es ca. zu Weihnachten
Das Varga wegen seines "Hoppala" erstmals nicht punktete
Das Krausler (+600) bzw. Müllauer und Pokorny (-600) die einzigen sind die in allen Rennen punkteten
Das Hans Suk ohne seinen "Testcrash" vermutlich Dritter der Jahreswertung und somit Führender in der "internen Wertung" der Exxelberg-Gang wäre
Das Senior Racer Franz Grah einige weit jüngere im Rennen recht alt aussehen ließ
Das Berger Motorsport beim Aufbau der Bikes der Tabellenführenden aller Klassen die Finger im Spiel hatte
Das Sega bei den Naked Bikes eine Verbesserung von 4 Sekunden erreichte. Seine Z 750 verfügt jetzt über ein Öhlins Federbein
Das wir uns über die Ehrlichkeit unseres Publikums sehr freuen. Ein Besucher verlor seine Geldbörse mit mehreren 1000 Euro und Fahrzeugpapieren von 4 Bikes! Die Börse wurde gefunden und zurückgegeben!
Das es nötig sein wird für 2005 für die Naked Bike Klasse eine Liste startberechtigter Naked Modelle zu erarbeiten. Es gibt leider immer wieder Diskussionen was den nun als Naked Bike zu sehen sei und außerdem tauchen extrem teure Sondermodelle auf (z.B. Duc S4R, Tuono Racing) die die Grundidee der Naked Bike Klasse (billiger Racingspaß) untergraben. Wir möchten vermeiden dass der Sieg in dieser Klasse gekauft werden kann und werden deshalb für 2005 mit neuen Regeln dieser Entwicklung einen Riegel vorschieben.




Termin 4:
Montag 5. + Dienstag 6. Juli (abwechselnd Rechts-/Linkskurs)




Another (race) day for you and me in paradise (frei nach Phil Collins)

Immer wenn ich im Kurvengewühl der Dopplerhüttenstrecke (das schwarze Loch im Universum des Kuratorium für Verkehrssicherheit) mit der Königstettner Rennleitung im 89er Diesel-Golf den Unterschied zwischen der Theorie der Straßenverkehrsordnung und der Praxis effizienter Linienwahl erörtern muss ereilt mich in der darauf folgenden Nacht der selbe fürchterliche Alptraum. Zurückgebeamt ins Jahr 1995 beobachte ich Doc Gaal - den Mann der dem Pannring das Leben einhauchte - wie er tief über den Schreibtisch gebeugt Projektunterlagen studiert. In einer Mappe sind Skizzen eines verwundenen Asphaltbandes das sich nahe Sarvar seinen Weg durch die Landschaft bahnt. In einer anderen Mappe der Kostenvoranschlag einer netten 33m Yacht mit zwei 1200PS Ferrari Motoren und Edelholzfinish. An seinem Gesichtausdruck erkennt man dass die Sache nicht entschieden ist. Fragen sausen durch seinen Kopf. Wie viele Blondinen werden im Hafen von Monte Carlo um Zutritt winseln? Gibt es ein Leben ohne Vollgas? Inwieweit tangiert einen der europäische Winter wenn man Weihnachten in der Karibik beim Hochseefischen feiert? Ab wann gibt's 1 PS pro Kilo aus Japan und was mache ich auf der Straße mit so was? Ab welcher Entfernung zum Land funktioniert garantiert kein Handy mehr? Abwägend wie Pallas Athene steht Doc Gaal mit beiden Mappen in Händen vor einer Fototapete mit Strandpanorama der Fidschi Insel. Vollgas für alle oder Eye-Eye Kapitän? Es dauert ein Weilchen, dann zieht er ein teuflisches Grinsen auf und stopft die Mappe mit den Plänen des Pannoniaring mit diabolischen Bewegungen in den Aktenvernichter. Dieser beginnt unter den Papiermassen zu ächzen und geht Sekunden später mit der Geräuschkulisse eines R6 Motors der bei 16.000 U/min abbleuelt in Rauch auf...

Uahhhh! Schweißgebadet erwache ich und erkenne: Ohne Doc Gaal's Vision vom unbürokratischen Vollgas für jedermann gäbe es keinen Pannoniaring. Und ohne Pannoniaring gäbe es östlich des Arlbergs kein Leben vor dem Tod. Werde an ihn denken wenn ich das nächste mal mit angemessenem Schlupf am Hinterrad die Start Ziel/Gerade in Angriff nehme und nirgends ein 89er Diesel Golf zu sehen ist ..

Another race day for you and me in paradise. Auch wenn sich Phil Collins nicht rechtzeitig angemeldet hat: 2 Tage am Pannoniaring, Montag linksrum - Dienstag rechtsrum, super Wetter, dank vollem Haus entsprechend gute Stimmung unterm fahrenden Volk - und die Bullen müssen daheim Schülerübergänge beservicen - das Leben ist auch ohne Phil ein Hit!


Qualifying Klasse - 600

36 Teilnehmer stritten um die Pole und Wolfgang Muhri auf der 98er Ex-Cup Kawa chauffierte seinen Transponder am schnellsten im Kreis (2:07,2). Müllauer, Brünner und der erstmals in der ersten Reihe auftauchende Phillip Fall fanden sich auf den Plätzen.


Klasse - 600 Rennen 1 (Rechtskurs)

Hans Müllauer siegte Tags zuvor bei der Champion Meisterschaft und entsprechend zuversichtlich lies er das Rennen auf sich zukommen. Doch während Polesetter Muhri seinen Start perfekt erwischte sah sich Müllauer in den ersten Runden mit Fall, Pokorny, Pöchl und Jungwirth im Pulk konfrontiert. Bereits bei der ersten Überquerung des Zielstrichs konnte sich Muhri einen Vorsprung von 1,9 Sekunde gutschreiben lassen. Erst in Runde 4 gelang es Müllauer die zweite Position einzunehmen. Er steigerte sich auf fast idente Rundenzeiten mit dem Führenden, zum Schließen der Lücke reichte es aber nicht mehr. Müllauer: "Bereits vor dem Rennen war ich führender in der Jahreswertung, es wäre also ein Fehler gewesen in dieser Situation ein übertriebenes Risiko einzugehen. Außerdem sind morgen auch noch 15 Punkte für einen Sieg zu holen - allerdings nur wenn meine Suzuki noch in einem Stück ist." Während Muhri so einen ungefährdeten Start Ziel Sieg verbuchen konnte (schnellste Runde 2:07,7) war im Verfolgerpulk noch nichts entschieden. Arnold Pokorny konnte gegen Rennende nicht mehr ganz mithalten (er steigerte sich gegenüber dem Qualifying um über 4 Sek.!), das Duell um den letzten Stockerlplatz zwischen Jungwirth und Fall ging aber bis zum Finish. Nur zwei Zehntel vor Fall rettete sich Jungwirth auf Platz 3. Auffallend stark steigerte sich auch Peter Varga im Rennen. Mit einer Qualifyingzeit von 2:16 von Platz 15 ins Rennen gegangen kämpfte er sich mit 11er Zeiten bis Platz 8 nach vorne.



Qualifying Klasse + 600



Gewohnt spannend war wieder das Qualifying der Dickschiffe. Die ganze erste Startreihe innerhalb einer knappen Sekunde und gut 10 Wechsel an der Poleposition während des Qualifyings. Am Ende sicherte sich "Feuerwerker" Gerold Pfeifer seine erste 2004er Poleposition mit hauchdünnen 2 Zehntel (2:07,6) vor seinem schärfsten Widersacher in der Jahreswertung Robert Krausler. Stark wie meistens im Qualifying war einmal mehr Exelberggastronom Hans Suk (3 Hauben - ein Arai, ein Shoei und ein Nolan) auf Platz 3 vor Richard Frece, für den es heuer steil nach oben geht (zum Unterschied zu früher, wo es für ihn als Turmspringer regelmäßig steil nach unten ging). Die zweite Startreihe teilten sich Andi "Psycho" Toth mit "Lieblingsfeind" Grado "win or crash" Milic, Markus Hasenörl und Vorjahresgesamtsieger Agah Orman. Die Pechvögel dieses Events aber waren Andi Waranycia und Fred Habjanic. Sie mussten wegen diversen Hoppalas im freien Training auf den Zuschauerrängen Platz nehmen. Da diesmal eine Doppelveranstaltung mit 2 Rennen anstand waren ihre guten Platzierungen in der Jahreswertung (beide unter den ersten 5) schon vor den Rennen Geschichte. Auch Silvia Gressenberger war wieder mit von der Partie. Mit Startplatz 9 sorgte Sie erneut für reichlich Erklärungsbedarf im Starterfeld (32 Starter).


Klasse + 600 Rennen 1 (Rechtskurs)
Nach 3 zweiten Plätzen und seiner Bestzeit im Qualifying sah Gerold Pfeifer(GSXR 1000), der aktuelle Spitzenreiter der Gesamtwertung, die Zeit für einen Sieg gekommen. Trotzdem war aber Richard Frece (R1) der "Man of the Race". Nicht nur das sich Frece um satte 2,5 Sekunden gegenüber dem Training steigerte setzte er Pfeifer so unter Druck das er vorübergehend sogar erstmals in Führung eines Rennes gehen konnte. Pfeifer konterte zwar wie erwartet mit der Tagesbestzeit (2:05,5) und lies sich seinen ersten Sieg nicht mehr nehmen, die Überraschung des Rennes lieferte aber eindeutig Frece mit seinem starken 2 Platz. Heftig wurde das Gefecht um Platz 3 ausgetragen. Mit Orman, Milic und Krausler wurde eine Gruppe zusammengewürfelt in der jeder einen triftigen Grund für verschärftes Vorgehen vorweisen konnte. Orman wollte nach seinem ohnehin mäßigen Saisonstart unbedingt so viele Punkte wie möglich ergattern da er beim zweiten Lauf aus Termingründen auf den Start verzichten musste. Krausler ist der schärfste Verfolger von Tabellenspitzenreiter Pfeifer und darf Ihn nicht zu weit entwischen lassen wenn er noch eine Chance auf den Gesamtsieg wahren will. Und auch Milic hat, wie man an seinem Material- und Todesverachtenden Fahrstil erkennen kann, einen heftigen Grund für seinen radikalen Vorwärtsdrang - genau kennen tut diesen allerdings niemand. Wie auch immer, Orman, Milic und Krausler glühten innerhalb von nur 8 Zehntel über den Zielstrich. Auch OWS-Chef Suk hatte schwer zu kämpfen. Markus Hasenörl blieb ihm bis zur Ziellinie dicht auf den Fersen, Suk rettete sich haarscharf mit 2 Zehntel Vorsprung auf Platz 6. Die "erwartete Überraschung", nämlich ein vorderer Platz für Silvia Gressenberger blieb diesmal aus. Nach einem gerade noch sturzfrei abgefangenen Highsider musste Silvia mit Zerrungen aufgeben, das Aufatmen der Gegner war nicht zu überhören.



Qualifying Klasse Naked Bike



Wie immer war Günter Hochmayr ein heißer Tipp für die Poleposition bei den Naked Bikes. Mit seinen 2:12,8 musste er sich nur Veranstalter Berger, der wie immer außer Konkurrenz teilnahm, geschlagen geben (Pole 2:12,3). Mit 2:13,3 zeigte auch Harald Scherbichler eine deutliche Steigerung, Ernst Grabner komplettierte die erste Reihe. Günther Zechmeister, Markus Promberger, der Tabellenführende Robert Sega, und "Marlboro Man" Zonko trafen sich in Startreihe zwei. Beachtliche 22 Starter zeigen dass das Konzept der Naked Bike Klasse erfreulicherweise immer stärker angenommen wird. Angesichts des kaum überbietbaren Spaß/Kostenverhältnis dieser Klasse werden wir diese zarte Pflanze weiter gießen was das Zeug hält.



Klasse Naked Bike Rennen 1 (Rechtskurs)
Die Berger Motorsport Z 750 (siehe Bericht auf der Startseite) läuft immer besser. Nachdem sich im freien Training endlich genug Zeit fand die letzten "Kinderkrankheiten" zu heilen kann man von einem nahezu perfekten Naked Racer sprechen. Beste Manieren beim Einlenken, kein Unter- oder Übersteuern, keinerlei Lastwechselreaktionen und eine perfekt ausgetüftelte Sitzposition bewirken das Vertrauen das nötig ist um sich auf einem Renneisen richtig wohl zu fühlen. Es ist immer wieder ein echter Leckerbissen sich nach erfolgten Verbesserungen auf die Suche nach den neuen Limits zu begeben. In diesem Fall war bei 2:11 Schluss - was für ein Eisen dieser Klasse und Budget wirklich beachtlich ist. Man darf gespannt sein was passiert wenn ein 60 Kilo Jockey auf der Z Platz nimmt. Der Sieg der BMS Z 750 tut aber nichts zur Sache da er außer Konkurrenz erfolgte. Das eigentliche Rennen war ein Gefecht zwischen den Herrn Hochmayer, Scherbichler, Grabner und Sega (in den jeweiligen Bestzeiten nur um 4 Zehntel getrennt!). Hochmayer fand mit Scherbichler einen würdigen Gegner im Kampf um den Sieg der sich in der Bestzeit nur um 3 hundertstel distanzieren lies. Auch der Kampf um Platz 3 verlief spannend, im Ziel musste sich Robert Sega mit nur 3 Zehntel Rückstand hinter Ernst Grabner mit Platz 4 zufrieden geben. Ebenfalls mit nur 3 Zehntel Vorsprung konnte sich Zonko auf Platz 5 vor Roman Spiellauer ins Ziel retten. In der Jahreswertung (siehe diese Seite oben) führt Sega überlegen, Scherbichler auf Platz 2 hat nur einen Punkt Vorsprung auf Zechmeister.




Dienstag 6 Juli (Linkskurs)



Qualifying Klasse - 600

Mit 2:08,8 sicherte sich Hans Müllauer (GSXR 600) die Poleposition am Linkskurs. Auf Platz 2 war nach einem auffällig starken Qualifying Arnold Pokorny (ZX-6RR) zu finden, Jungwirth und Pöchl komplettierten die erste Startreihe. Überraschend weit vorne zu finden war Martin Fross der sich mit der Ex Berger Motorsport CBR immer besser anfreundet (Platz 5) und auch Peter Varga war mit Platz 6 nicht unzufrieden.


Klasse - 600 Rennen 2 (Linkskurs)

Diesmal lies Hans Müllauer nichts anbrennen und stellte von der ersten Runde weg klar das er der Mann war den es zu schlagen galt. Bereits in der ersten fliegenden Runde gab er mit 2:07,8 seinen Gegnern eine harte Nuss zu knacken, in den folgenden Umläufen baute er sich einen bequemen Vorsprung auf. Hinter Müllauer gab es ein sehenswertes Duell zwischen Alex Jungwirth und Arnold Pokorny der von Rennen zu Rennen stärker wird. Ab Rennmitte kontrollierte Müllauer taktisch klug seinen Abstand auf Jungwirth, sicherte sich das Punktemaximum und baute seine Führung in der Jahreswertung weiter aus. Jungwirth konnte den Zweikampf gegen Pokorny für sich entscheiden. Pokorny erreichte mit Platz 3 nach dem Regenrennen beim Saisonauftakt seinen zweiten Podestplatz und einen neue persönliche Bestzeit (2.08,8) am Linkskurs. Nobert Zehethofer wurde einsamer vierter (von Platz 8 im Training!), Peter Varga konnte sich über Platz 5 freuen und Martin Fross auf Platz 6 wieder fleißig Punkte sammeln. Der Pechvogel des Rennes war Helmut Pöchl der anfangs mit Pokorny und Jungwirth mithalten konnte aber nach einem kurzen Abstecher in die Wiese nur 9 Punkte für Platz 7 verbuchen durfte.



Qualifying Klasse + 600



Eine mittelschwere Sensation war Quali-Ergebnis der Klasse +600. Robert Krausler fixierte nicht nur seine erste Poleposition sondern knallte mit 2:07,3 auch noch die schnellste Qualifying Runde die je bei den Race Days am Linkskurs erreicht wurde hin. Kraulser, Spezialist für unspektakuläres aber effektives Punktesammeln, brachte sich damit unzweifelhaft in die Position des Herausforderers von Tabellenführer Gerold Pfeifer. Pfeifer, im Vorjahr gesamtdritter und heuer auf Titelkurs belegte mit 2:08,3 Platz 2, Richard Frece wurde dritter, Markus Hasenörl belegte den letzten Platz der ersten Startreihe. Andi Toth, Grado Milic, Gerhard Götz und Johann Suk teilten die zweite Startreihe unter sich auf. Die Punktesituation vor dem Rennen: Pfeifer 57, vor Krausler 51 und Frece 50 Punkte.


Klasse + 600 Rennen 2 (Linkskurs)
Nach einer Startkollision musste das Rennen in der ersten Runde abgebrochen werden. Fross würgte in der 3 Reihe seine VTR ab und Musek konnte aus Reihe 7 kommend nicht mehr ausweichen. Während die Fahrer fast unverletzt davongekommen sind muss am Material einiges gerade gebogen werden, am Rennen konnte keiner der beiden teilnehmen. Den Neustart entschied Polesetter Robert Krausler für sich, Frece, Toth und Pfeifer hängten sich aber sofort in seinen Windschatten. Pfeifer setzte sich ab Runde 3 auf den zweiten Platz und nahm die Verfolgung von Krausler auf. Krausler setzte mit 2:06,8 eine beachtliche Pace und Pfeifer hatte alle Hände voll zu tun an Krausler heran zu kommen. In Runde 5 legte Pfeifer alles in die Waagschale und brachte sich mit der schnellsten Runde des Rennens (2.06,3) in Schlagdistanz. Am Beginn der letzten Runde war Pfeifer nur 14 hundertstel hinter Krausler, und auf den Rängen wartete alles auf den Showdown. Pfeifer musste zum Unterschied von Krausler aufgrund der Punktelage in der Jahreswertung nicht Siegen. Als sich die beiden der vorletzten Kurve näherten ging ein Aufschrei durch das Publikum. Pfeifer ließ sich zu einem gewagten Ausbremsversuch hinreißen, überbremste und stürzte! Sofort wieder auf den Beinen erkannte er die schwere seines Fehlers (Krausler punktet voll!) und versuchte noch seine GSXR über den Zielstrich zu bringen. Doch die GSXR zeigte sich beleidigt und verweigerte weitere Dienste. Pfeifers Flüche waren trotz einer Entfernung von 300 m Luftlinie detailgetreu bis in die Boxenstraße zu vernehmen. Krausler konnte sein Glück im Ziel kaum fassen. Sein erster Sieg, noch dazu im harten Zweikampf gegen den direkten Gegner in der Jahreswertung erkämpft und gleichzeitig 0 Punkte für Pfeifer. Das bringt natürlich radikale Änderungen in der Jahreswertung (siehe ganz oben). Ein weiterer Nutznießer der Situation ist Richard Frece der mit Platz 2 erneut ein Spitzenergebnis einfuhr. Auch er überholte Pfeifer in der Tabelle und hat nun nur noch 2 Punkte Rückstand auf den neuen führenden Robert Krausler. Mit Andi "Psycho" Toth gab es ein neues (strahlendes) Gesicht auf dem dritten Podestplatz. Toth konnte sich mit neuer persönlicher Bestzeit (2:08,7) im Finish knapp gegen Markus Hasenörl durchsetzten, Grado Milic und Hans Suk folgten auf den Plätzen 5 und 6.



Qualifying Klasse Naked Bike



Gegen die Berger Motorsport Z 750 ist momentan kein Kraut gewachsen, wieder heimste sie die Poleposition bei den Nakeds ein. Mit Peter Fross (VTR) auf Platz 2 war für zusätzlich Pfeffer gesorgt, weil ob seiner guten Rundenzeit erneut die Diskussion ob eine VTR eigentlich als Naked Bike zu sehen sei aufflammte. Bedingt durch Fross Startkollision im Rennen +600 erübrigte sich dieses Thema allerdings von selbst, die nachhaltig verformte VTR war in der kurzen Zeit nicht zu reparieren. Thomas Rydl auf Platz 3 und Markus Promberger auf 4 komplettierten die erste Reihe, in Reihe 2 war Sega, Scherbichler, Bürstmayr und Spielauer zu finden. Reihe 3 teilten sich Zechmeister, Komarek und die Gebrüder Staritz.



Klasse Naked Bike Rennen 2 (Linkskurs)
Diesmal entschwand die BMS Z 750 (wie immer ausser Konkurrenz) erst in Runde 3 dem Feld (schnellste Runde 2:12,3), dahinter tobte ein Zweikampf zwischen "Figaro" Thomas Rydl auf der bösen bösen Cagiva Raptor und Tabellenspitzenreiter Bertl Sega (Z 750). Markus Promberger (TDM 850), Harald Scherbichler (Monster S4) und Roman Spielauer (Hawk) bildeten die Verfolgergruppe, der schlecht gestartete Günter Zechmeister (Hornet 600) haderte auf Platz 6 mit seinem Schicksal. An der Spitze sicherte sich Tom Rydl seinen ersten Sieg, er verwies Sega mit knapp einer Sekunde Vorsprung auf Platz 2. Promberger konnte sich vom Verfolgerpulk absetzten und schnappte sich damit den letzten feien Stockerlplatz. Enger ging es um Platz 4 zu, Scherbichler erreichte die Ziellinie hauchdünne 2 hundertstel (!) vor Spielauer. Der aktuelle Tabellenstand (siehe oben): Sega vor Scherbichler und Zechmeister.





Was sonst noch auffiel

Das ohne ersichtlichen Grund am Montag überdurchschnittlich viele Abflüge zu verzeichnen waren während am Dienstag überdurchschnittlich wenig Schrott produziert wurde
Das Martin Fross, obwohl er die ersten Rennen geschwänzt hat, in der Tabelle und den Rundenzeiten die beiden anderen Fross Brüder ziemlich alt aussehen läßt. Wird wohl am Tuner liegen :-)
Das das heuer neue Punktesystem bestens funktioniert. In den Jahreswertungen geht es enger zu als je zuvor bei den Race Days
Das Müllauer es sich leisten könnte ab sofort nur noch taktisch zu fahren, während es um Platz 2 zwischen Pokorny und Jungwirth noch extrem eng werden wird
Das in den Tabellen diejenigen vorne zu finden sind die in jedem Rennen Punkte einheimsten. Übertriebenes Risiko zahlt sich also offensichtlich nicht aus
Das Agah Orman auf eine Titelverteidigung keine realistische Chance mehr hat
Das Pfeifer für das Publikum fährt. Mit seinen Sturz machte er die Meisterschaft der großen Klasse wieder extrem spannend
Das Sega, wenn er so weiter fährt die Naked Bike Meisterschaft gewinnen könnte ohne einen Rennsieg zu erreichen



Termin 3:
Montag 7.Juni (Linkskurs)




Viele reisten auch diesmal bereits sonntagabends an um am nächsten Tag ausgeschlafen ins Gefecht ziehen zu können. Aber nicht alle sprangen früh in die Federn, intensive Benzingespräche und taktische Analysen, speziell am Lagerfeuer von Häuptling "Lange Feder" Fred Habjanic, dauerten bis spät in die Nacht. Das Wetter am Morgen war wie bestellt, pünktlich zum dritten Race Days Termin endete die "Regenzeit" die das heurige Frühjahr bestimmt hat. 23° und Sonnenschein ab 8h sorgten für perfekte Streckenbedingungen und beste Stimmung im Fahrerlager. Das obligatorische Anfängertraining wurde diesmal nicht nur von echten "Greenhorns" genutzt, auch einige "Linksneulingen" nutzten die Chance auf ein bar geführten Linksrunden. Am späten Vormittag waren dann Anfängertraining und einige Stunden "freies Fahren" abgehakt und es ging in den Qualifyings zur Sache .


Qualifying Klasse - 600

Mit 33 Teilnehmern war das Feld bei den 600ern wie immer bestens gefüllt. Der immer stärker werdende Hans Müllauer (GSXR 600) dominierte das Qualifying der "kleinen" Klasse. Mit 2:08,589 sicherte er sich nicht nur die Poleposition sondern verbesserte auch gleich seinen persönlichen "Linksrekord". Alex Jungwirth (R6) auf Platz 2 (2:10,0), Helmut Pöchl (2:10,4) und Kawareiter Arnold Pokorny (2:11,7) komplettierten die erste Startreihe.


Rennen Klasse - 600 (Linkskurs)
Mit gelungenem Start "kaufte" sich der zweitschnellste des Trainings Alex Jungwirth die erste Kurve und setzte sich gemeinsam mit Hans Müllauer im Schlepptau gleich in der Anfangsphase des Rennes ab. Müllauer wartete nur eine Runde, dann überrumpelte er Jungwirth mit geschickter Linienwahl in der "Hauskurve", verbesserte anschließend abermals seine persönliche Bestzeit und setzte sich mit tiefen 2:07er Zeiten ab. Hinter den beiden kämpften Brünner, Pöchl und Pokorny um den letzten Stockerlplatz. Pokorny hatte schwer mit einem mächtigen Slide zu kämpfen, rettete aber seine Kawa noch mal und nahm sofort wieder die Verfolgung seiner Kontrahenten auf. Dabei riskierte er zu viel und verließ kurzzeitig abermals den rechten Weg und zeigte eine heftige Rodeoeinlage im von den schweren Regenfällen der letzten Wochen ziemlich aufgeweichten Sturzraum der Kurve 2. Klaus Brünner setzte sich mit starkem Finish von Pöchl ab und heimste damit Platz 3 ein, Pokorny rettete sich mit 28 sek. Rückstand nass aber heil auf Platz 5 hinter Pöchl ins Ziel. Mit seinem (ersten) Sieg baut Müllauer seinen Vorsprung in der Tabelle auf Pokorny aus und etabliert sich damit als klarer Favorit 2004.



Qualifying Klasse + 600



Spannend verlief das Qualifying der "dicken Brummer". Nur 2 Sekunden trennten die Fahrer der ersten Startreihe. Fred Habjanic (R1 04) sicherte sich mit 2:07,43 erstmalig die Pole und sorgte damit für reichlich Gesprächsstoff in der Wagenburg der Exelberg-Gang. Mit steigender Formkurve und einer tiefen 2:08er Zeit fixierte Andi Waranycia (R1 98) Startplatz 2 vor Gerold Pfeifer (GSXR 1000 K2) und Robert Krausler (GSXR 1000 K1). Suk, Toth, Frece und Vorjahresgesamtsieger Orman teilten die zweite Reihe unter sich auf. Auf einem enttäuschenden 16 Platz landete der Überraschungssieger des Mai-Rennens "Mr. Win or Crash" Grado Milic. Und auf Platz 17 findet sich der erstmalig heuer auf dem Eisen sitzende Peter Bogoly vom Team "Fast by Fastfood" - mit nicht zu übersehenden knallgelben McDonalds "M" am Rücken ..



Rennen Klasse + 600 (Linkskurs)
Schon die erste Kurve im Rennen sorgte für reichlich Gejohle unterm Publikum. Habjanic hatte mit mächtig Luft unterm Vorderrad nicht den besten Start und musste bis zum Bremspunkt der ersten Kurve sogar 2 Fahrer der zweiten Startreihen von hinten betrachten. Besonders Pfeifer und Waranycia hatten ein besseres Händchen und manövrierten sich in eine vermeidlich günstige Position fürs erste Eck. Doch so leicht wollte sich Poleman Habjanic nicht die Wurst vom Brot fladdern lassen. Mit einem präzise getimten, über weitem Außenbogen vollstrecktem Ankerwurf holte sich Fred im kniffligem ersten Eck außen wieder die Führung und setzte sich bereits im ersten Drittel der Startrunde überlegen um 1,5 Sekunden ab. Waranycia, Pfeifer und Orman nahmen die Verfolgung auf und hofften wohl insgeheim darauf dass Fred, wie schon vorgekommen, gegen Ende des Rennes ein wenig aus dem Rhythmus kommt. Robert Krausler und Richard Frece kämpften sich in den folgenden Runden an Orman vorbei und weiter vorne konnte Pfeifer Waranycia hinter sich verweisen. Wie schon gewohnt begab sich Pfeifer sofort auf die Verfolgung von Habjanic und kam tatsächlich sichtbar näher an die führende R1 heran. Doch diesmal gab Fred nicht klein bei und konterte mit neuer persönlicher Bestzeit (und der schnellsten Runde des Tages - 2:06,85) und machte Verfolger Pfeifer damit klar das er sich die finale Attacke fürs nächst mal aufheben muss. Pfeifer erkannte wohl dass diesmal kein Kraut gegen Fred gewachsen war und stecke ein wenig zurück. Fast zuviel, denn Andi Waranycia auf Platz 3 roch Lunte und forcierte noch mal heftig auf 2:07,4 und kam damit auf knapp 1 Sekunde an Pfeifer heran. In Runde 5 sorgte das bekannte "Du nicht!" Phänomen für Kurzweil im Mittelfeld. Grado Milic und Andi Toth konnten ihre territorialen Ansprüche eingangs Turn 4 nicht unter einen Hut bringen und bestätigten ohne Rücksicht auf Verluste im aufwendigen Selbstversuch den Newton Lehrsatz "Es können niemals 2 Objekte zur selben Zeit am selben Ort sein". Milic opferte dabei zum wiederholten male Platzierung und seine GSXR am Altar der physikalische Gesetze, Toth konnte das Rennen mit nachhaltig geändertem Design fortsetzen. Wie unter Wissenschaftlern üblich war die Lage nach erfolgtem Experiment nicht wesentlich klarer wie zuvor und so wurden die Auswirkungen der neu gewonnen Erkenntnisse auf zukünftige Rennen heftig, lautstark und mit Nachdruck (72er Gabelschlüssel) im Fahrerlager diskutiert. Der Sieger aber hieß diesmal hochverdient Fred Habjanic. Mit Pole, schnellster Runde, und Start-Ziel Sieg hat er ein perfektes Rennen gezeigt. Pfeifer rettet Platz 2 knapp vor Andi Waranycia, Robert Krausler und Reifenmann Frece lieferten sich ebenfalls ein Duell bis zum Zielstrich um Platz 4 das Krausler mit 7 Zehntel Vorsprung für sich verbuchen konnte.

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(3MB/wmv)





Qualifying Klasse Naked Bike



Das Qualifying bei den Naked Bikes war eine denkbar knappe Angelegenheit. Nur 7 Zehntel trennten Andi Werth (KTM!), Zonko (Triumph, Ihr wisst schon, die Bude mit den Strumpfhosen) und Robert Sega (Z 750). Der langsam in Form kommende Günther Zechmeister (Hornet 600) komplettierte die erste Startreihe. Mit 16 Teilnehmern war das Feld wieder erfreulich gefüllt, der Veranstalter Berger nahm wie immer außer Konkurrenz teil.



Rennen Klasse Naked Bike (Linkskurs)
Wie schon das Qualifying andeutete war das Rennen ein Dreikampf zwischen Andi Werth, Zonko und Robert Sega. Während Zechmeister seinen Start extrem schlecht erwischte und sich von Platz 14 nach vorne kämpfen musste wechselte an der Spitze mehrmals die Führung. Speziell die Reitwagen Redaktion war sich nicht ganz grün über die Reihenfolge und so lag streckenweise ein Ausfall der nächsten Ausgaben der beliebten Kradler-Postilie in der Luft. Nach einem wilden Quersteher entschloss sich Werth es etwas ruhiger angehen zu lassen und überließ es Sega und Zonko die Details der Siegvergabe abzuklären. Sega setzte Zonko mit der schnellsten Rennrunde zwar unter Druck, musste aber mit haarscharfen 3 Zehntel Rückstand mit Platz 2 vorlieb nehmen. Werth kassierte Platz 3, Rydl und Bürstmayr auf Platz 4 & 5 trennten im Ziel nur 4 hundertstel Sek!



Was sonst noch auffiel

Das Müllauer's Formkurve 2004 steil nach oben zeigt
Das Pokorny Platz 5 scheinbar gepachtet hat
Das Jungwirth ohne 0er beim ersten Lauf wesentlich besser in der Tabelle läge
Das Peter Varga mit fleißigem Punkten den Anschluss zu den ersten 3 hält
Das Martin Fross auf der 97er Ex Berger Motorsport CBR 600 4 Punkte kassierte
Das Ladyracerin Sandra Tanner mit viel Pech (Plattfuß hinten) ausgeschieden ist
Das Pfeifer bisher nicht siegte aber trotzdem die Tabelle anführt
Das Ihm Krausler und Habjanic dicht auf den Fersen sind
Das Frece als einziger der Klasse +600 immer punktete
Das Bogoly schwer (ca.100kg) außer Form ist
Das Sega zwar überlegen die Naked Tabelle anführt, zwischen den folgenden 7 Plätzen aber immer nur 1 Punkt abstand ist



Termin 2:
Montag (Linkskurs) 3. und Dienstag (Rechtskurs) 4. Mai 04

Rund ein Drittel der Teilnehmer reisten bereits am Sonntagabend zum ersten 2-Tages Termin der heurigen Race Days an. Das hat seine Vorteile. Zum einen geht man einfach frischer zu werke wenn die Stunden im Auto bereits am Vortag absolviert wurden. Zum anderen ist die Schlange beim Veranstalterbüro angenehm kurz wenn der Papierkrieg in Angriff genommen werden muss. Außerdem lässt sich beim Abendessen in Marios Ringrestaurant die taktische Situation vor den Rennen mit Freund und "Feind" ausführlich erörtern. Dabei werden, ganz nebenbei, virtuell Rundenrekorde gebrochen ("Waunst de Prospektdatn durchrechanst muaß mei neiche R1 im trokanan locka mit 1:54 im Kraas fliagn "), und mathematische Modelle - weit jenseits Stephen Hawkins banaler Quantentheorien - formuliert ("Heast i wett vun de erstan zehne vum letztn Rennan foarn murgn mindastns ochte unta de ersten drei!). Chefgastronom Marios heimlich geführte Langzeitstudien zeigen das die diskutierten Rundenzeiten der Gäste pro fortlaufender Stunde und Krügel sich durchschnittlich um 1,286 Sekunden verbessern. Eine Gösserstunde (Gh) entspricht also exakt 1,286 Rundensekunden (Rs)!. Dank dieser Erkenntnisse konnte der Fall des pannonischen Rundenrekordes für exakt 2:16 morgens vorausgesagt werden! Wie auch immer. Montags um 9h war für Kaiserwetter, volles Fahrerlager und beste Stimmung (auch dafür eignen sich die Benzingespräche am Vorabend bestens) gesorgt. Von 9-9:30 gab's das obligate Anfängertraining (rund 15 Fahrer nahmen das erste mal Rennasphalt unter die Räder) und nach dem folgendem freien Training für jedermann ging es bei den Qualifyings erstmals zur Sache ..



Klasse -600 Qualifying
Sturzfrei und ohne besondere Vorkommnisse verlief die Zeitenjagt in der kleinen Klasse. Seine stark steigende Formkurve bestätigte Hans Müllauer auf seiner GSXR 600 mit der Poleposition, Platz 2 der Startaufstellung ging an seinen Kontrahenten Alex Jungwirth (R6). Auf Platz 3 war mit Wolfgang Muhri ein Kawacup Veteran mit seiner nicht mehr ganz frischen 98er ZX-6 zu finden, die erste Startreihe komplettierte Stammfahrer Harald Fliesser. Weitere Dauergäste wie Arnold Pokorny, Günther Hochmayer, Helmut Pöchl und der zweite des Regenrennens vom April Peter Varga folgten.


Klasse -600 Rennen 1 (Linkskurs)
Mit gelungenem Start setzte sich Polemann Müllauer in Führung, wieder erwarten nahm aber nicht Jungwirth sondern Muhri mit Nachdruck die Verfolgung auf. In Runde 3 wechselte erstmals die Führung während sich die Verfolger Pokorny, Jungwirth und Pöchl gegenseitig das Leben schwer machten. Pokorny, der mit Gripproblemen wegen zu hohen Reifendrucks zu kämpfen hatte war der erste der abreissen lassen musste, Jungwirth setzte sich gegen Pöchl durch und fixierte für sich den letzten Stockerlplatz. An der Spitze aber war bis zum Zielstrich alles offen. Nach mehreren Überholmanövern war sich Müllauer sicher eine Schwachstelle Muhris für die finale Attacke entdeckt zu haben und legte sich auf die Lauer. In der Hitze des Gefechtes übersah er allerdings das Rundensignal und erkannte zu spät das die letzte Runde angebrochen war. Muhri siegte mit denkbar knappen 12 hundertstel Vorsprung, Müllauer, dessen erster Sieg in der Luft liegt, konnte seinen Irrtum nicht fassen. So nah am Sieg und doch daneben. Trotzdem sehen wir in Müllauer - wenn seine Formkurve nicht einknickt - einen Anwärter auf den Gesamtsieg. Von den 31 Startern sahen 30 in einem Stück den Zielstrich, nur Markus Hör musste vorübergehend ins Gemüse.


Klasse + 600 Qualifying
Pfeffer ins Rennen der Klasse +600 brachte schon allein die Startaufstellung. Quasi die gesamte "Exelberg-Gang" versammelte sich fein säuberlich in den ersten Startreihen, schon die erste Kurve des Rennens ließ somit einiges erwarten. Johann Suk, der als Lokal-Pächter am Parkplatz zu Beginn der Exelbergstrecke normalerweise für die Verköstigung der Gang zuständig ist, zeigte wo der Wirt den Most herholt und sicherte sich die Pole (wir sind sicher das das Protokoll dieses Qualifyings bis zum Ende aller Tage gut sichtbar im Lokal zu finden sein wird), Grado Milic, Fred Habjanic und Andi Waranycia vervollständigten die erste Startreihe. Mit Robert Krausler und Gerold Pfeifer fanden sich weitere bekannte Namen in der zweiten Reihe, Agah Orman, Gesamtsieger 2003 war erst in Reihe 3 zu finden. - so wie die Überraschung der Veranstaltung, Sylvia Gressenberger, mit ihrer R1. Sie war das erste mal linksrum am Pannring unterwegs und sorgte mit fortlaufender Veranstaltungsdauer für mächtig Kopfschmerzen im "Männerlager". Aber der Reihe nach


Klasse + 600 Rennen 1 (Linkskurs)
) Fred Habjanic war klar dass die erste Kurve ihm gehören und er sich unbedingt vor Suk halten musste wenn er nicht bis zu seiner Pensionierung von Suk an diesen Tag erinnert werden wollte. Fest entschlossen und mit Hilfe aller 170 Gäule seiner 04er R1 gelang ihm das auch. Nicht so perfekt verlief der Start von Gerold Pfeifer, auch Agah Orman und Andi Waranycia hatten schon bessere erste Runden erlebt. Ab Mitte des Rennens kam richtig Stimmung auf. Habjanic, der bis Runde 4 Führungsluft schnupperte, musste sich dem stark aufkommenden Grado Milic beugen, der sich auch sofort abzusetzen begann. Habjanic, Suk und Waranycia lieferten sich ein sehenswertes Match bis zu letzten Runde, Gerold Pfeifer und Agah Orman waren schwer mit dem ausmerzen ihrer Startschlappe beschäftigt. Als Pfeifer seinen Ryhtmus gefunden hatte stürmte er durchs Feld, bei Platz 2 mit Sichtkontakt zum Führenden Milic war dann allerdings Schluss. Auch Orman zeigte beachtliches. Eingangs der letzten Runde noch auf Platz 6 in schwere Gefechte mit dem harten Kern der Exelberg-Gang verwickelt schaffte er das Kunststück sich aus den internen Differenzen der Gang herauszuhalten und trotzdem die ganze Gruppe zu überholen. Nach seinem technischen k.o. zu Saisonbeginn war dieser Stockerlplatz für Orman besonders wichtig. Milic holte mit fast 5 Sekunden Vorsprung den Sieg vor Pfeifer und Orman. Habjanic rettete sich mit nur einer halben Sekunde Vorsprung auf seinen Küchenchef Suk auf den undankbaren 4 Platz ins Ziel, auch Waranycia erreichte die Zielflagge nur 4 zehntel hinter Suk auf Platz 6. Silvia Gressenberger holte mit beachtlichen 13er Zeiten Platz 10 und ließ somit 18 Männer hinter sich. Am Dienstag sollte es aber noch härter für die Jungs kommen ..


Klasse Naked Bike Qualifying
21 Teilnehmer bei den Naked Bikes zeigen die steigende Beliebtheit dieser Klasse. Nirgends ist Racingspaß intensiver und preiswerter zu kriegen. Auch die schon fast unglaubliche technische Vielfalt lässt den Beobachter die Augenbrauen in die Höhe reißen. Ein, Zwei-, Drei- und Vierzylinder verpackt in die denkbar unterschiedlichsten Fahrwerke (vom KTM-Wüstenschiff über schlanke Twin's a la SV 650, etliche Ducati Varianten, Britischen 3 Zylindern, Hornet's beider Hubräume bis zu den neuen Z 750er Kwaks und Yamahas Fazer ist alles vertreten) sorgen bei Fahrer und Zuschauer für Kurzweil. Das Qualifying wurde einmal mehr von SV 650 Reiter Hochmayr mit 2:15,5 dominiert, der dem Zweitplatzierten Dieter Berger auf dem jungfräulich frischen Berger Motorsport Z-750 Naked Racer beinharte 6 Sekunden abnahm. Die echte Überraschung aber lag nur 2 hundertstel hinter Berger auf Platz 3 - Andi "Berzek" Werth, Reitwagengründer und bekennender Gatschhupfer-Fetischist wuchtete die 2-Zylinder KTM mit Nachdruck um die pannonische Runde. Auf Platz 4 Harald Scherbichler vor Fritz "Zonko" Triendl, der seinem Boss trotz eines zusätzlichem Zylinder und 25 Pferden mehr nix entgegen zu setzten hatte. Robert Sega, unser Geheimfavorit zukünftiger Naked Bike Rennen, pilotierte seine noch serienmäßige Z 750 auf Platz 6 vor Peter Bürstmayr und Thomas Rydl. Der Dritte der RW-Crew, "Bravo" Maxa, hielt sich auffällig unauffällig dem zu erwartenden Gemetzel fern indem er sicherheitshalber mit einer nicht ganz ins Naked Bike Reglement passenden 04er R1 anreiste .


Klasse Naked Bike Rennen 1 (Linkskurs)
Der Start ging an die frisch aufgebaute, wie üblich blaue Berger Motorsport Z 750 (Teilnahme ausser Konkurrenz). Doch bereits in Runde 3 presste sich Hochmayr mit seiner 2-Zylinder SV auf einer Linie jenseits aller für Vierzylinder gültigen newtonschen Gesetze am führenden Berger vorbei. Berger versuchte sich an Hochmayrs Fersen zu heften und leistete sich dabei den verhängnisvollen Fehler den auf leisen Sohlen (Serienauspuff) näher rückenden Berzerk auf der 2-Zylinder KTM außer Acht zu lassen. Berzerk, der sich tags zuvor bei Metzelervertreiber Wiesner mit weicher Gummiware in sonderbarer Dimension eindeckte (die Gummis werden speziell für die in Europa stark aufkommenden Oldtimer-Rennen produziert), fuhrwerkte das Wüstenschiff derart vehement in die Ecken, das der Linienverlauf Kurvenausgangs in der Regel weitgehend unbestimmbar blieb. An Bergers Hinterrad angekommen war Berzerk klar das in dieser Situation alle lebenserhaltenden Systeme die der menschliche Körper in solchen Fällen blitzartig aktiviert (Vernunft, Angst oder die Aussicht auf eine anständige Pension) zu ignorieren sind und gemäß dem RW-Motto "Siegen, Stürzen oder Defekt vortäuschen" vorzugehen ist. Wobei nach den RW-Statuten offensichtlich bereits das öffentliche Kielholen von Berger eindeutig als Sieg zu interpretieren ist. Mit einem Bremsmanöver, das eigentlich erst Eingangs der übernächsten Kurve für endgültig beendet erklärt werden konnte, riss Berzerk die KTM auf den lackierten pannonischen Kerbs an Berger vorbei und sorgte damit für angemessenes Gejohle auf den Rängen. Berger, der einige Kurven brauchte um sich von den irren Perspektiven die sein Logenplatz angesichts Berzerks eigenwilliger Linienwahl bot zu erholen, hoffte auf die folgende Start/Ziel Gerade. Im anbetracht der Tatsache das eine mit Berzerk bestückte KTM den CW-Wert einer IMAX Kinoleinwand aufweist keimte in Berger die Hoffnung erstmals in seinem Leben einen nennenswerten Windschatten vorzufinden. Doch Berzeks Vorsprung war bereits zu groß und die finale Attacke wurde schlussendlich von einem Überrundeten vereitelt. Während Hochmayr einen Ungefährteten Sieg heimfuhr, blieb Berger somit nur die Hoffnung auf Revange beim zweiten Lauf am Dienstag ..


Klasse -600 Qualifying 2/Dienstag
Haarscharf ging der Kampf um die Pole aus. Kawa-Cup Fahrer Michael Beyer, der die Race Days zu Trainingszwecken nutzt, sicherte sich den ersten Startplatz mit hauchdünnen 13 Hundertstel Vorsprung auf Günter Spengler. Hans Müllauer und Alex Jungwirth füllten die erste Startreihe, Fall, Pöchl, Pokorny und Varga die Zweite. 35 Teilnehmern Qualifizierten sich für den dritten 600er Lauf der Saison.


Klasse -600 Rennen 2/Dienstag (Rechtskurs)
Ein kurzer Nieselschauer erzwang eine Verschiebung des Starts um 15 Minuten, der Rest des Tages aber blieb zur Zufriedenheit aller Beteiligten gänzlich trocken. Das Rennen konnte bei trockener Fahrbahn gestartet werden. Gleich zu Beginn setzte sich Beyer durch und baute mit 2:05er Zeiten bereits in der Anfangsphase des Rennes einen bequemen Vorsprung auf. Günther Spengler auf Platz 2 fuhr ein einsames Rennen und Hans Müllauer setzte sich seinerseits wieder gegen Alex Jungwirth durch. Das Duell des Tages lieferte sich Arnold Pokorny mit Philipp Fall der nur wenige Zehntel hinter Pokorny Platz 6 ins trockene brachte. Platz 7 sicherte sich Peter Varga, Platz 8 Norbert Zehethofer und auf Platz 9 erreichte Markus Hör diesmal unbeschadet das Ziel. Mit Platz 24 erreichte 1000PS-ler Nils Müller sein erklärtes Ziel unter gar keinen Umständen als letzter den Zielstrich zu passieren locker.


Klasse + 600 Qualifying 2/Dienstag
Mit Hannes Kemmer sicherte sich ein Gastfahrer die Poleposition (2:06,33), Gerold Pfeifer erreichte mit Platz 2 ein wesentlich besseres Ergebnis als tags zuvor. Johann Suk schaffte mit Platz 3 erneut zumindest die "interne" Pole der Exelberg Gang, auf den Plätzen folgten Amtmann, Frece, Orman, Habjanic und Osterer. Robert Krausler verletzte sich am Vorabend im Fahrerlager und erkämpfte mit Schulterschmerzen immerhin Platz 12. Silvia Gressenberger steigerte sich auf dem Rechtskurs auf 2:11,99 was aber nur für Platz 13 in der 4 Startreihe reichte. Der Pechvogel des Tages war wohl der Sieger des ersten Laufes Grado Milic. Er stürzte im Qualifying (nur Platz 26!) und musste mit beschädigtem Bike und mächtig geschwollener Hand an den Start gehen


Klasse + 600 Rennen 2/Dienstag (Rechtskurs)
Gerold Pfeifer erwischte diesmal einen weit besseren Start, trotzdem konnte er den Sieg des Polesetters Kemmer nicht verhindern. Im Gegenteil, Pfeifer war bis ins Ziel mächtig unter Druck von Stefan Amtmann der sich gegenüber dem Training um erstaunliche 3 Sekunden steigern konnte. Im Ziel trennten die ersten drei nur 1,9 Sekunden! Wieder den "blechernen" Platz 4 holte Fred Habjanic, er blieb jedoch abermals vor seinem "Aufbaugegner" Suk. Karl Osterer auf Platz 6 war der letzte der es knapp schaffte (1 Sekunde Vorsprung) sich vor der mit 8er Zeiten der Reihe nach "Männer fressenden" Silvia Gressenberger zu retten. Die selbständig tätige KFZ Meisterin brauste aus Reihe 4 kommend durchs Feld und konnte den Sieger des ersten Laufes Milic ebenso wie den Vorjahresgesamtsieger Orman oder die auch nicht gerade als langsam bekannten Stammfahrer Frece, Waranycia oder Krausler hinter sich verweisen. Hut ab. Von den 38 Startern fanden sich im Ziel 31 hinter Silvia, die an beiden Tagen den Sonderpokal für die "schnellste Lady" kassierte. Nun hegt sie den Gedanken sich demnächst einen echten Männerpokal zu greifen ..


Klasse Naked Bike Qualifying 2/Dienstag
Leider gab es keine Wiederholung des Duells Hochmayr - Werth - Berger. Hochmayr musste (vermutlich) berufsbedingt auf den Dienstag verzichten, über Reitwagen Chef Berzerks nicht antreten wurde wild spekuliert. Popstar Falcos Reaktion auf seine seinerzeitige Nummer 1 mit "Amadeus" in den amerikanischen Charts war der Überlieferung nach: "Scheiße, des schaff ma nie mehr .!" Dachte Berzerk ähnlich? Oder war es nur schnöder Termindruck? Oder wollte gar KTM vermeiden dass vor den WM 125ern ein anderer einen KTM Sieg auf Asphalt einfährt? Zwar kam Berzerk kurz vor dem Rennen doch noch zur Strecke, aber mit einer GSXR 1000 anstatt der 2-Zylinder KTM vom Vortag. Wurde sie vom Werk konfisziert? Nix genaues weiß man nicht. Doch die Saison ist noch lange und es stehen noch 7 Naked Bike Rennen aus . Harald Scherbichler erreichte mit einer 2:15er Runde die Poleposition, Berger, Hanus und Sega folgten auf den Plätzen. Mit 17 Startern war das Feld der Naked Biker wieder angenehm gefüllt.


Klasse Naked Bike Rennen 2/Dienstag (Rechtskurs)
Berger, vom Vortag noch schwer Zweizylindertraumatisiert, sah sich angesichts der starken Trainingszeiten der Gegner gezwungen gleich vom Start weg kompromisslos die 750er Kawa auszuwürgen. Ab Kurve 2 in Führung liegend setzte er sich mit 14er Zeiten ab und suchte sein Heil in der Flucht nach vorne. Nicht das sich da wieder so ein leiser 2 Zylinder anschleicht. Da aber der Veranstalter nur außer Konkurrenz an den Rennen teilnimmt, wurden die Gefechte hinter dem Führenden mit entsprechend gewetzter Klinge geführt. Die Bestzeiten der ersten 3 lagen innerhalb von nur 4 Zehntel Sekunden, Sieger Hanus (Honda Hornet) rettete gerade mal 32 Hundertstel Vorsprung vor Robert Sega und Polesetter Scherbichler ins Ziel. Auf Platz vier querte der noch an den Folgen seines Vorjahressturzes nagende Günter Zechmeister die Ziellinie, nur 12 Hunderstel dahinter folgte Ernst Grabner auf Platz 5.


Was sonst noch auffiel:
Das Andi Meklau, der am Dienstag vom letzten Startplatz aus außer Konkurrenz am Rennen teilnahm die erste Runde trotzdem als führender beendete und 1:58er Zeiten vorlegte.
Das bei RW-Boss Berzerk trotz jahrzehntelanger beruflicher Konfrontation mit Motorrädern keinerlei Abnutzungserscheinungen erkennbar sind.
Das mit Silvia Gressenberger erstmals eine Frau bei den Race Days teilgenommen hat die Zeiten unter 2:10 erreichte.
Das der sonst eher auf Vorsicht bedachte Robert Krausler im Fahrerlager einer heimtückischen Windböe zum Opfer viel. Die Böe riss eine Transportertür so vehement auf, das Krausler wie eine Cruise Missile abhob und mit lädiertem Flügel ein Auto weiter wieder erwachte.
Das sich das neue Punktesystem bereits bemerkbar macht. Die Abstände in der Jahreswertung sind denkbar eng.


Saisonbeginn 2004

Auch unfreundliches Regenwetter konnte die Stimmung beim Saisonopening der Race Days 04 nur wenig drücken. Zwar konnte wegen der nassen Strecke das morgendliche Anfängertraining und das Rennen der Naked Bike Klasse aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden, die Qualifyings und Rennen der anderen Klassen wurden aber mit reger Beteiligung durchgeführt. Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Reifen ..



Klasse -600 Qualifying
Bereits im Qualifying der "kleinen" Klasse ging es rund. Peter Lietz fuhr (außerhalb der Wertung) mit seiner neuen 749 R Ducati allen auf und davon und steigerte seine Rundenzeiten bis zum bitteren Ende. Der geradezu unausweichliche Abflug verlief aber harmlos, Mann und Gerätschaft blieben weitgehend verschont und so blieb die Rennteilnahme gesichert. Die Polezeit war mit 2.24,6 um schlappe 9,6 Sek. schneller als die des Zweitplatzierten! Mit nur knappen Abständen folgten hinter Lietz Norbert Dorn, Peter Varga und Arnold Pokorny. Hans Müllauer, erstmals auf Regenreifen unterwegs, erreichte mit seiner GSXR 600 Platz 8.


Klasse -600 Rennen
Wenn bei einer 10 Läufe umfassenden Rennserie das erste Rennen verregnet ist gelten andere Gesetze als sonst. Einerseits sollte man trotz Regens teilnehmen um den anderen nicht ein Rennen "Vorsprung" zu schenken, andererseits wäre ein Abflug, wo zum Punkteverlust auch noch der Schaden am Bike hinzukäme, besonders entbehrlich. Ein möglichst gesundes Verhältnis zwischen Risiko und Platzierung ist also gefragt. Gleich vom Start weg setzte sich Polesetter Peter Lietz ab. Der Sturz im Training ließ ihn aber ein wenig zurückhaltender zu werke gehen, die Rundenzeit war mit 2:26,4 rund 2 Sek. langsamer und ab einem gewissen Vorsprung minimierte er das Risiko weiter. Beachtlich die Leistungen der Verfolger. Sie steigerten sich Runde für Runde und verbesserten ihre Trainingszeiten um bis zu 8 (!) Sekunden. Einen sicheren zweiten Platz brachte Norbert Dorn ins Ziel, Peter Varga folgte, ebenfalls unangefochten, auf Platz 3. Spannend verlief der Kampf um Platz 4 zwischen Hans Müllauer und Arnold Pokorny. Müllauer (GSXR 600), der einen Superstart aus Reihe 2 hinzauberte, hatte schon 6 Sekunden Vorsprung als Pokorny seine Jagt begann. Mit Rundenzeiten die um bis zu 3 (!) Sekunden schneller waren als die von Müllauer schloss Pokorny auf und überholte Müllauer 3 Runden vor Schluss. Der überraschte Müllauer steigerte sich jedoch sofort schlagartig auf Pokornys Zeitennivau und attackierte Pokorny 3 Kurven vor der Zielflagge erfolgreich. Mit heftigem Geschwindigkeitsüberschuss kämpfend verschaltete sich Müllauer aber noch in derselben Kurve und so konnte Pokorny sofort kontern und mit knapp 6 Zehntel Vorsprung als erster die karierte Flagge passieren. Da Lietz als Lizenzfahrer nicht gewertet wurde sicherte sich Pokorny somit den letzten freien Stockerlplatz.



Klasse +600 Qualifying
Gleich zu Beginn des Zeittrainings ging ein starker Regenguss nieder, die Rundenzeiten der großen Klasse waren deshalb wesentlich langsamer als die der Klasse - 600. Harald Murmayer lag von Beginn an in Führung, da aber der Regen im Laufe des Zeittrainings schwächer wurde und sich die Zeiten gegen Ende stark verbesserten musste er sich mehrmals gegen die Attacken seiner Kontrahenten erwähren. Besonders Andy Waranycia steigerte sich enorm und konnte zwischenzeitlich sogar kurzfristig die Pole übernehmen. Am Ende hatte aber Murmayer (GSXR 1000) die Nase mit 2:38,6 vor Waraniycia (R1) und Herbert Kemmer auf Platz 3. Robert Krausler, der gegen Ende der 03er Saison mit stark steigender Formkurve auf sich aufmerksam machte erreichte Platz 5.



Klasse +600 Rennen
Auch in der Klasse +600 konnte sich der Trainingsschnellste bereits in der ersten Kurve in Führung setzten. Zum erwarteten Duell zwischen Murmayer und dem zweitschnellsten des Trainings, Andi Waranycia kam es leider nicht. Nach einem heftigen Abflug vor wenigen Tagen verhinderte eine starke Schwellung am Fuß eine brauchbare Sitzposition und Andi konnte dieses Handicap auf die Renndistance nicht ausgleichen. Statt dessen setzte sich Robert Krausler mit einem Superstart und konstant schnellen Runden hinter Murmayer auf Platz 2. Siegfried Blamm komplettierte das Podest, Waranycia fuhr mit weggestrecktem Bein als 4. über den Zielstrich.




Was sonst noch auffiel:

Das trotz des Regens nur 28 Teilnehmer (der übrigens ausverkauften Veranstaltung) nicht erschienen.
Das die Anzahl der Rennteilnehmer in anbetracht des Wetters beachtlich war.
Das in beiden Rennen kein einziger Sturz zu verzeichnen war.
Das Agah Orman, Gesamtsieger 2003, seine GSXR 750 bereits 2 Tage zuvor verschrottete und zum Zusehen verdammt war.
Das auch Andy Waranycia seine R1 am Wochende vor den Race Days nachhaltig verformte. Beide waren übrigens auf alten Reifen unterwegs
Das Mario, der Chef des Ringrestaurants, der einzige war der sich über das Wetter freute.
Das Müllauer in dem Moment als Boxenkollege Pokorny vorbeikam seine Rundenzeiten schlagartig um 3 Sekunden verbesserte.
Das der Pannoniaring auch weiterhin kontinuierlich ausgebaut wird. Eine zusätzliche Boxenreihe, erweiterte Sanitäranlagen, vergrößerte Schotterbeete, verbesserte Wasserablaufsysteme und Pressluftanschluss in jeder Box standen bzw. stehen in Kürze zur Verfügung